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Çakırtepe Hastanesi
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Myelodysplastisches Syndrom (MDS)

Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden.

Allgemeine Informationen über das Myelodysplastische Syndrom

Das myelodysplastische Syndrom (MDS) is ein Knochenmarksversagenssyndrom, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Blutstammzellen im Knochenmark während ihres Reifungsprozesses genetische Fehler erleiden und funktionell gestörte, missgebildete und unzureichende Blutzellen produzieren. Es geht mit schwerer Blutarmut, Infektionen und Blutungen einher. In unseren hämatologischen Abteilungen wird es je nach Krankheitsstadium des Patienten mit regelmäßigen Bluttransfusionen, Wachstumsfaktoren oder einer Stammzelltransplantation behandelt.

Erkrankungsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Überschriften.
Was ist das Myelodysplastische Syndrom (MDS)?

Es handelt sich um eine Krebsvorstufe, bei der das Knochenmark zwar arbeitet, die von ihm produzierten Blutzellen jedoch fehlerhaft (dysplastisch) sind und noch im Knochenmark absterben, bevor sie in den Kreislauf gelangen, was zu einem schweren Zellmangel im Blut führt.

Kann es in eine akute Leukämie (Blutkrebs) übergehen?

Ja, das ist das größte Risiko dieser Erkrankung. Da der Anteil fehlerhafter und unreifer Zellen (Blasten) zunimmt, geht ein erheblicher Teil der MDS-Patienten in eine aggressive Akute Myeloische Leukämie (AML) über.

Was sind die Symptome?

Die Symptome hängen davon ab, welche Blutzellen unzureichend produziert werden. Bei einem Mangel an roten Blutkörperchen treten anhaltende Anämie und Herzklopfen auf; bei zu wenigen weißen Blutkörperchen kommt es zu wiederkehrenden schweren Infektionen; bei Thrombozytenmangel zeigen sich blaue Flecken auf der Haut sowie Nasen- und Zahnfleischbluten.

Warum kommt es dazu?

Es tritt meist bei Personen über 60 Jahren aufgrund genetischer Zellalterung (primär) auf. Bei Personen, die zuvor wegen einer anderen Krebserkrankung eine schwere Chemo- oder Strahlentherapie erhalten haben, ist das Risiko einer späteren Entwicklung (sekundäres MDS) hoch.

Wie wird es diagnostiziert?

Im großen Blutbild (Hämogramm) ist zu sehen, dass mehrere Blutzelllinien (Zytopenie) stark erniedrigt sind. Die endgültige Diagnose wird durch eine Knochenmarksbiopsie gestellt, bei der abnormal geformte (dysplastische) Zellen und genetische Chromosomenanomalien nachgewiesen werden.

Wie wird es behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach dem Alter des Patienten und dem Risikoscore der Erkrankung. Bei geringem Risiko werden unterstützende Bluttransfusionen und die Blutbildung anregende Spritzen verabreicht. Bei Patienten mit hohem Risiko wird eine Chemotherapie eingesetzt. Die einzige Methode, die die Erkrankung vollständig heilt, ist eine Stammzelltransplantation (Knochenmarkstransplantation) von einem geeigneten Spender.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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