Allgemeine Informationen über das Nephrotische Syndrom
Erkrankungsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine Nierenerkrankung, die dadurch entsteht, dass sich die Struktur der Nierenfilter (Glomeruli) verändert, wodurch sich deren Poren vergrößern und Proteine, die normalerweise im Blut bleiben sollten, wie durch ein Sieb in den Urin gelangen.
Bei Kindern wird es meist durch die Minimal-Change-Glomerulonephritis verursacht, bei der die Niere eine Autoimmunreaktion zeigt; bei Erwachsenen sind unkontrollierter Diabetes (Zuckerkrankheit), Lupus, Amyloidose und die fokale segmentale Glomerulosklerose (FSGS) die Hauptursachen.
Das mit dem Urin ausgeschiedene Protein „Albumin“ wirkt im Blut wie ein Schwamm, der das Wasser bindet. Wenn das Albumin sinkt, weicht das Wasser aus den Blutgefäßen in das Gewebe ab und bildet schwere, weiche Ödeme, insbesondere an den Augenlidern, Beinen, Knöcheln und im Bauchraum.
Aufgrund des übermäßigen Proteinverlusts nimmt der Urin des Patienten beim Toilettengang ein stark schäumendes Aussehen an, ähnlich wie Spülmittelschaum oder Bierschaum.
Die Diagnose wird gestellt, wenn im 24-Stunden-Sammelurin eine Proteinausscheidung von über 3,5 Gramm nachgewiesen wird (Proteinurie), begleitet von einem stark erniedrigten Albuminspiegel (Hypalbuminämie) und erhöhtem Cholesterin im Blut. Um den genauen zugrunde liegenden Schaden zu sehen, wird eine Nierenbiopsie durchgeführt.
Um die Flüssigkeit aus dem Körper auszuscheiden und den Blutdruck zu regulieren, werden starke Diuretika und nierenschützende Medikamente verabreicht. Zur Behebung des Schadens in der Niere (Schließen der Poren) werden hochdosiertes Kortison (Steroide) und bei Bedarf Immunsuppressiva eingesetzt. Die Salz- und Flüssigkeitsaufnahme wird diätetisch eingeschränkt.
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