Allgemeine Informationen über das Neuroblastom
Erkrankungsdetails und häufig gestellte Fragen
Es entsteht, wenn sich unreife Nervenzellen (Neuroblasten), die während der Entwicklung im Mutterleib das Nervensystem bilden sollen, nicht normal entwickeln, bösartig entarten und Tumoren bilden.
Es entsteht am häufigsten im Bauchraum aus den Nebennieren, die direkt über den Nieren liegen. Es kann sich auch im Nervengewebe um den Hals, die Brust und das Rückenmark herum bilden.
Die Symptome hängen von der Lage des Tumors ab. Dazu gehören eine harte und schmerzlose Schwellung im Bauchraum, ungeklärtes Fieber, Knochenschmerzen bei einer Metastasierung in die Knochen, Blutunterlaufungen um die Augen (Brillenhämatom/Raupenaugen) und Gewichtsverlust.
Etwa 1 % bis 2 % der Fälle sind auf familiäre genetische Mutationen (z. B. das ALK-Gen) zurückzuführen. Bei der überwiegenden Mehrheit entsteht die Erkrankung durch später erworbene Zellfehler und ist nicht erblich.
Der Tumor wird mittels Bauchraum-Ultraschall oder MRT festgestellt. Die vom Tumor im Urin ausgeschiedenen Katecholamin-Metaboliten (VMA/HVA) sind erhöht. Die endgültige Diagnose wird durch eine aus dem Tumor oder dem Knochenmark entnommene Biopsie gestellt.
Tumoren mit geringem Risiko können oft allein durch eine chirurgische Entfernung vollständig behandelt werden. In Hochrisiko- und metastasierten Fällen werden Chemotherapie, Strahlentherapie, Smart-Medikamente (Immuntherapie) und eine Stammzelltransplantation durchgeführt.
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