Allgemeine Informationen zur Oligospermie
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um den Zustand, bei dem die Anzahl der beweglichen und lebensfähigen Spermienzellen in der beim Samenerguss abgegebenen Flüssigkeit (Sperma) unter den Normalwerten liegt, die für eine natürliche Schwangerschaft erforderlich sind.
Nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte ein gesunder Mann mindestens 15 Millionen Spermien in 1 Milliliter Sperma und insgesamt mindestens 39 Millionen Spermien im gesamten Ejakulat aufweisen. Werte darunter gelten als Oligospermie.
Nein. Oligospermie (verminderte Spermienanzahl) bedeutet nicht, dass gar keine Spermien vorhanden sind (Azoospermie). Es zeigt lediglich an, dass die Wahrscheinlichkeit und die Geschwindigkeit, eine Eizelle auf natürlichem Wege zu befruchten, gering sind; der Betroffene kann dennoch Vater werden.
Die Erweiterung der Venen, die die Hodentemperatur erhöht (Varikozele), ist die häufigste Ursache. Ein Hodenhochstand in der Vorgeschichte, Infektionen (Orchitis), Testosteronmangel, übermäßig heiße Bäder, Rauchen/Alkoholkonsum und genetische Defekte können die Spermienproduktion unterdrücken.
Die endgültige Diagnose wird nach einer urologischen Untersuchung durch ein 'Spermiogramm (Samenanalyse)' gestellt. Hierbei handelt es sich um eine Laboruntersuchung einer Samenprobe, die nach 3 bis 5 Tagen sexueller Abstinenz (kein Samenerguss) abgegeben wird.
Wenn eine Varikozele die Ursache für die geringe Spermienanzahl ist, werden die Venen mikrochirurgisch abgebunden (Varikozelektomie), wodurch die Spermienanzahl innerhalb von Monaten ansteigt. Bei einem Hormonmangel werden Medikamente verschrieben. Wenn die Anzahl für eine natürliche Schwangerschaft nicht ausreichend erhöht werden kann, wird eine Schwangerschaft durch Insemination (IUI) oder In-vitro-Fertilisation (IVF/ICSI) herbeigeführt.
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