Allgemeine Informationen zur Schulterluxation
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Sie tritt auf, wenn der kugelförmige Kopf des Oberarmknochens (Humerus) infolge eines Traumas oder einer Überlastung vollständig aus seiner flachen Pfanne im Schulterblatt (Glenoid) herausspringt.
Das Schultergelenk ist äußerst flexibel und besitzt den größten Bewegungsumfang (360 Grad) aller Gelenke. Der Preis für diese Freiheit ist jedoch eine sehr flache Knochenpfanne, die den Gelenkkopf nicht fest umschließen kann, was das Gelenk bei Traumata stark anfällig für Luxationen macht.
Es kommt zu einer sichtbaren Verformung der Schulter (die Schulter wirkt eckig oder es bildet sich eine Delle), unerträglichen Schmerzen und der völligen Unfähigkeit, den Arm zu bewegen (der Arm bleibt an den Rumpf gepresst).
Auf gar keinen Fall. Versuche ungeschulter Personen, die Schulter durch Ziehen wieder einzurenken (Reposition), können die um die Schulter verlaufenden Hauptarterien, Bänder und Nerven abreißen, was möglicherweise zu einer dauerhaften Lähmung führt.
Das klinische Bild ist sehr eindeutig. Durch ein in der Notaufnahme aufgenommenes Röntgenbild in zwei Ebenen wird festgestellt, ob die Schulter nach vorne oder nach hinten luxiert ist und ob eine begleitende Knochenfraktur vorliegt.
Die erste Luxation wird in der Notaufnahme unter lokaler oder allgemeiner Anästhesie von einem Arzt reponiert und für 3 Wochen in einer Schlinge ruhiggestellt. Wenn jedoch die Gelenklippe der Schulter (Labrum) bei der ersten Luxation gerissen ist (Bankart-Läsion), luxiert die Schulter immer wieder. In diesem Fall wird die gerissene Membran durch Arthroskopie (Schlüssellochchirurgie) wieder am Knochen angenäht.
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