Allgemeine Informationen zur Mittelohrentzündung
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist ein Zustand, bei dem Mikroben in den normalerweise luftgefüllten Mittelohrraum zwischen Trommelfell und Innenohr eindringen, eine Entzündung (Eiterbildung) verursachen und das Trommelfell dehnen.
Die 'Eustachische Röhre', die das Mittelohr vom Rachenraum (Nasopharynx) aus belüftet, ist bei Säuglingen und Kleinkindern kürzer, schmaler und horizontaler als bei Erwachsenen. Viren oder Bakterien im Rachen können so leicht ins Ohr gelangen.
Zu den Symptomen gehören plötzlich einsetzende, starke Ohrenschmerzen, die bei Kindern zu Weinen und Schlaflosigkeit führen, ein Völlegefühl im Ohr, hohes Fieber, Hörverlust und bei Säuglingen ein ständiges Ziehen oder Reiben am Ohr.
Ja. Wenn sich im Inneren zu viel Eiter ansammelt, kann das Trommelfell dem Druck nicht standhalten und sich nach außen hin leicht öffnen. Wenn das Trommelfell reißt, fließt blutiger oder gelber Eiter aus dem Ohr, und der Schmerz lässt schlagartig nach, da der Druck entweicht.
Ein HNO-Arzt untersucht das Innere des Ohres mit einem beleuchteten Instrument, dem 'Otoskop'. Wenn anstelle eines gesunden grauen Trommelfells ein gerötetes, geschwollenes Trommelfell mit dahinterliegendem Eiter sichtbar ist, wird die Diagnose sofort gestellt.
Ist die Infektion bakteriell, werden orale Antibiotika verschrieben, die dem Alter und dem Zustand des Kindes entsprechen. Zur Schmerzlinderung werden schmerzstillende Säfte eingesetzt. In häufig wiederkehrenden (chronischen) Fällen kann das Einsetzen eines Paukenröhrchens zur Belüftung des Ohres erforderlich sein.
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