Allgemeine Informationen zu Morbus Paget
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine Erkrankung, bei der der normale Prozess des Abbaus alter Knochen und des Ersatzes durch festen neuen Knochen gestört ist, was zu einer schnellen, unregelmäßigen, fleckigen und strukturell viel schwächeren Knochenbildung führt.
Arthrose ist der Verschleiß der Gelenke. Osteoporose schwächt das gesamte Skelett. Morbus Paget befällt hingegen in der Regel nur 1 oder 2 Knochen regional (z. B. das Schienbein oder den Schädel) und macht den Knochen dicker als zuvor, aber weitaus brüchiger.
Da der neu gebildete Knochen sehr schwach ist, kommt es zu einer Auswärtskrümmung der Beine (O-Beine), einem ständigen dumpfen Schmerz im Knochen, einer Überwärmung in dem Bereich und, wenn der Schädel betroffen ist, zu einer Vergrößerung der Hutgröße oder zu Hörverlust.
Obwohl selten (in weniger als 1 % der Fälle), erhöht die strukturelle Anomalie der von Morbus Paget betroffenen Knochen das Risiko, in diesem spezifischen Bereich ein Osteosarkom (Knochenkrebs) zu entwickeln, leicht.
Ein sehr hoher Spiegel des Enzyms 'Alkalische Phosphatase (ALP)' im Blut weist auf eine erhöhte Knochenneubildungsrate hin. Röntgenbilder zeigen einen bizarr verdickten Knochen mit einem 'Wattebausch'-Aussehen. Eine Knochenszintigraphie kartiert die betroffenen Bereiche.
Zur Linderung der Knochenschmerzen und zur Verlangsamung des schnellen/fehlerhaften Knochenabbaus in dem Bereich werden intravenöse oder orale Bisphosphonat-Medikamente (ähnlich wie bei Osteoporose) verabreicht. Wenn Brüche oder Deformitäten schwerwiegend sind, werden orthopädische chirurgische Korrekturen vorgenommen.
Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.



