Allgemeine Informationen zur Penisverkrümmung
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um die Biegung des Penis in Richtung einer Plaque während einer Erektion, die durch die Verhärtung und Verkalkung (Plaquebildung) des Bindegewebes unterhalb der elastischen Hülle entsteht, die die Schwellkörper im Penis umschließt.
Angeborene Verkrümmungen (Congenitale Chordee) resultieren aus asymmetrischer Gewebeentwicklung und sind schmerzlos. Die erworbene Peyronie-Krankheit tritt hingegen typischerweise bei Männern im Alter von 40-60 Jahren auf, wenn Mikrotraumata (Verletzungen) während des Geschlechtsverkehrs falsch heilen und eine Narbe hinterlassen.
Im Frühstadium sind bei erschlafftem Penis harte Knötchen (Plaques) unter der Haut tastbar, begleitet von starken Schmerzen bei einer Erektion. Im Spätstadium klingen die Schmerzen ab, aber der Penis weist eine Deformation von 30 bis zu 90 Grad (nach oben oder zur Seite) und eine Verkürzung auf.
Leichte Krümmungen (unter 30 Grad) stellen möglicherweise kein Problem dar. Schwere Biegungen von über 30 Grad machen das sexuelle Eindringen (Penetration) jedoch unmöglich oder sowohl für den Patienten als auch für seine Partnerin sehr schmerzhaft.
Nein, äußerlich aufgetragene Cremes oder Erektionspillen lösen die verkalkte Plaque nicht auf. In der frühen (schmerzhaften) Phase können Medikamenteninjektionen direkt in die Plaque und die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) das Fortschreiten der Krankheit stoppen.
Wenn die Deformität dauerhaft ist und den Geschlechtsverkehr behindert, ist eine Operation erforderlich. Bei leichten Biegungen werden auf der gegenüberliegenden Seite des Penis Fäden gesetzt, um ihn zu begradigen (Plikation). In schweren Fällen wird die verkalkte Plaque herausgeschnitten und stattdessen ein Patch (Transplantat) eingenäht. Liegt zusätzlich eine erektile Dysfunktion (Impotenz) vor, wird eine Penisprothese (Schwellkörperimplantat) eingesetzt.
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