Allgemeine Informationen zum Perikarderguss
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist die pathologische Zunahme und Ansammlung von Schmierflüssigkeit, die normalerweise nur in sehr geringen Mengen zwischen dem zweischichtigen Beutel (Perikardhöhle), der das Herz umgibt, vorhanden ist, damit das Herz reibungslos arbeiten kann.
Herzbeutelentzündung (Perikarditis), durchgemachte Herzinfarkte, fortgeschrittenes Nierenversagen (hoher Harnstoffwert), Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), Tuberkulose und bestimmte Autoimmunerkrankungen lösen eine Flüssigkeitsansammlung aus.
Wenn die Flüssigkeitsmenge, die den Raum zwischen der Membran und dem Herzen füllt, sehr schnell und stark ansteigt, wird das Herz im Wasser eingeklemmt, da sich die äußere Membran nicht dehnen kann. Da sich das Herz nicht ausdehnen kann, kann es sich nicht mit Blut füllen und kein Blut pumpen; dies ist ein absoluter Notfall, der den Blutdruck auf null sinken lassen und zum Tod führen kann.
Eine kleine Menge Flüssigkeit verursacht in der Regel keine Symptome. Wenn die Flüssigkeit zunimmt, treten Brustschmerzen (die sich insbesondere beim Liegen auf dem Rücken oder beim tiefen Einatmen verstärken), Herzklopfen, Kurzatmigkeit und ständige Müdigkeit auf.
Wenn ein Arzt das Herz mit einem Stethoskop abhört, klingen die Töne dumpf. Die Dicke der Flüssigkeitsschicht um das Herz (in Millimetern) wird innerhalb von Sekunden mit einem Echokardiographie-Gerät (ECHO) präzise gemessen.
Ist die Flüssigkeit minimal und stellt keine Gefahr dar, wird der Patient mit entzündungshemmenden Medikamenten (NSAR/Colchicin) behandelt, in der Erwartung, dass die Flüssigkeit auf natürliche Weise resorbiert wird. Wenn jedoch viel Flüssigkeit vorhanden ist und das Herz komprimiert wird (Tamponade), wird ein Verfahren namens 'Perikardiozentese' durchgeführt: Durch den Brustkorb wird eine Nadel oder ein Katheter eingeführt, um das Wasser um das Herz herum abzusaugen (zu entleeren).
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