Allgemeine Informationen zur Perniziösen Anämie
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine Blutkrankheit, die entsteht, wenn das Immunsystem irrtümlich die Magenschleimhaut angreift und den Mechanismus (Intrinsischer Faktor) zerstört, der das mit der Nahrung aufgenommene Vitamin B12 in den Körper absorbiert.
Bei einem normalen Mangel sinkt der Vitaminspiegel, weil die Person kein B12-haltiges Fleisch oder Eier isst (er wird durch die Einnahme einer Pille behoben). Bei der perniziösen Anämie kann das Vitamin jedoch nicht ins Blut gelangen, egal wie viel Fleisch eine Person isst oder wie viele Pillen sie schluckt, da der Magen es nicht aufnehmen kann.
Neben anämiebedingter Blässe, Herzklopfen und Müdigkeit; zu den Symptomen gehören eine geschwollene/rote Zunge (sogenannte 'Himbeerzunge'), Geschmacksverlust, Sodbrennen und hartnäckiges Taubheitsgefühl in Händen und Füßen.
Vitamin B12 ist essentiell für die Bildung der Nervenscheiden (Myelin). Ein lang anhaltender Resorptionsmangel kann zu dauerhaften Nervenschäden, Gangstörungen, Gedächtnisverlust und sogar zum Fortschreiten einer Demenz führen.
Der Verdacht entsteht, wenn bei einem großen Blutbild das mittlere zelluläre Volumen (MCV) hoch und das B12 niedrig ist. Die endgültige Diagnose wird durch das Vorhandensein von 'Anti-Parietalzell-Antikörpern' und 'Anti-Intrinsic-Factor-Antikörpern' im Blut oder durch eine Endoskopie gestellt.
Oral eingenommene Vitamin-B12-Tabletten haben in der Behandlung keinen Platz, da der Magen sie nicht aufnehmen kann. Die Behandlung besteht darin, Vitamin B12 ein Leben lang regelmäßig durch eine Spritze in den Muskel (intramuskuläre Injektion) zu verabreichen.
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