Allgemeine Informationen zum Pica-Syndrom
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist die bewusste und kontinuierliche Gewohnheit, Substanzen zu essen, die kulturell nicht als Lebensmittel gelten und keinen Nährwert haben (wie Erde, Sand, Haare, Seife usw.).
Eine tiefe Eisenmangelanämie oder Zinkmangel im Körper kann das Gehirn verwirren und diesen abnormen Appetit auslösen (insbesondere das Verlangen, Eis und Erde zu essen). Darüber hinaus können auch hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft, Autismus und geistige Behinderungen diesen Drang auslösen.
Bei kleinen Kindern (vor allem im Alter von 2-3 Jahren) spricht man von Pica, wenn es über die Phase des Erkundens der Welt mit dem Mund hinaus andauert. Es kommt auch recht häufig bei Schwangeren und Patienten mit schwerer Anämie vor.
Geschluckte Fremdstoffe können den Darm blockieren oder durchstechen. Bei Personen, die Erde oder Farbe essen, können sich Schwermetallvergiftungen (insbesondere Bleivergiftungen bei Kindern) und schwere parasitäre Infektionen entwickeln.
Die Beobachtung des Essverhaltens des Patienten durch einen Arzt oder die Familie (das mindestens einen Monat lang anhält) ist die Grundlage der Diagnose. Es werden Blutuntersuchungen angefordert, um zugrunde liegende Mineralstoffmängel und mögliche Bleivergiftungen festzustellen.
Wenn das Problem eine Anämie oder ein Vitaminmangel ist, vergeht der Pica-Drang spontan innerhalb von Wochen, sobald die Blutreserven (durch Eisen-/Zinktabletten) wieder aufgefüllt sind. Wenn es psychologischen oder entwicklungsbedingten Ursprungs ist, wird Psychotherapie (Verhaltensänderung) angewendet.
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