Allgemeine Informationen zur Polymyositis
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine seltene rheumatische Autoimmunerkrankung, die weitreichende Entzündungen, Schwäche und mit der Zeit einen Muskelschwund verursacht. Sie entsteht, wenn der Abwehrmechanismus des Körpers (Immunsystem) verwirrt wird und die eigenen willkürlichen Muskelzellen (quergestreifte Muskulatur) wie Viren angreift.
Dermatomyositis ist eine Erkrankung, die sowohl die Muskeln als auch die Haut (mit Ausschlägen/Rötungen) betrifft. Bei Polymyositis GIBT ES KEINEN Hautausschlag; die Krankheit schädigt ausschließlich und vollständig das Muskelgewebe (insbesondere die rumpfnahen Muskeln).
Die Krankheit befällt vor allem die Muskeln nahe der Körpermitte – also Schultern, Oberarme, Hüften, Oberschenkelmuskeln und Nacken – symmetrisch (auf beiden Seiten gleich). Der Patient hat extreme Schwierigkeiten, ohne Unterstützung aus dem Sitzen aufzustehen, Treppen zu steigen, die Arme zu heben, um sich die Haare zu kämmen, und den Kopf vom Kissen zu heben.
Wenn die Krankheit fortschreitet, kann sie die Hals- und Speiseröhrenmuskulatur befallen, was zu Schluckbeschwerden (Dysphagie) führt, und die Atemmuskulatur schwächen, was Atemnot verursacht. Diese Situationen erfordern ein notfallmäßiges Eingreifen.
Ein Verdacht entsteht, wenn die Werte der Enzyme Kreatinkinase (CK) und Aldolase, die beim Muskelabbau freigesetzt werden, im Blut sehr hoch sind. Entzündliche elektrische Aktivitäten in den Muskeln werden durch ein EMG (Elektromyographie) aufgezeichnet. Die endgültige Diagnose wird gestellt, wenn bei einer Muskelbiopsie (aus dem Bein oder Arm) Lymphozyten (Immunzellen) nachgewiesen werden, die in die Muskelfasern eindringen.
Es gibt keine Heilung, die die Polymyositis vollständig auslöscht, aber der Muskelabbau kann durch medizinische Behandlungen hervorragend gestoppt werden. Zunächst werden hochdosierte Kortison-Tabletten (Steroide) oder intravenöse Therapien verabreicht, um das Immunsystem sofort ruhigzustellen. Langfristig werden Immunsuppressiva wie Methotrexat, Azathioprin oder IVIG-Seren eingesetzt, um das Kortison zu reduzieren und dem Patienten zu helfen, seine frühere Muskelkraft wiederzuerlangen.
Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.



