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Çakırtepe Hastanesi
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Polyzythämie

Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden.

Allgemeine Informationen zur Polyzythämie

Polyzythämie (Polycythaemia vera) ist ein langsam fortschreitender Blutkrebs, bei dem das Knochenmark aufgrund einer genetischen Mutation unkontrolliert zu viele rote Blutkörperchen (Erythrozyten) produziert, wodurch das Blut so dickflüssig wie Honig wird. Die Verdickung des Blutes erhöht das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte. In unseren Hämatologie-Abteilungen wird die Krankheit durch Blutverdünnung (Aderlass) und gezielte Medikamente, die die Zellproduktion unterdrücken, erfolgreich behandelt.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Überschriften.
Was ist Polyzythämie?

Es ist ein Zustand, bei dem das Knochenmark, das Blutzellproduktionszentrum, außer Kontrolle gerät und weit mehr rote Blutkörperchen (Erythrozyten) produziert, als der Körper benötigt.

Warum ist die Verdickung des Blutes gefährlich?

Wenn die Anzahl der roten Blutkörperchen übermäßig ansteigt, verliert das Blut seine wässrige Fließfähigkeit und wird zähflüssig wie Sirup/Honig. Dieses eingedickte Blut kann die Gefäße nicht gut passieren, neigt stark zur Gerinnselbildung und kann plötzlich einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verursachen.

Was sind die Symptome?

Zu den Symptomen gehören eine deutlich sichtbare Gesichtsrötung, starker Hautjuckreiz nach einem heißen Bad, Schwindel, Ohrensausen (Tinnitus), übermäßiges Schwitzen und Bauchschmerzen aufgrund einer vergrößerten Milz.

Was sind die Ursachen (JAK2-Mutation)?

Die primäre Form, die Polycythaemia vera, entsteht durch eine erworbene Mutation in einem Gen namens JAK2 in den Knochenmarkzellen. Sekundäre Formen treten auf, wenn der Körper bei Sauerstoffmangelzuständen wie COPD zusätzliches Blut zur Kompensation produziert.

Wie wird sie diagnostiziert?

Ein Verdacht entsteht, wenn die Hämoglobin- (Hb) und Hämatokrit-Werte (Hct) in einem einfachen großen Blutbild (Hämogramm) stark erhöht sind. Die endgültige Diagnose wird durch die Suche nach der JAK2-Genmutation im Blut und durch eine Knochenmarkbiopsie gestellt.

Wie wird die Behandlung (Aderlass/Phlebotomie) durchgeführt?

Die schnellste und lebensrettende Behandlung ist die Phlebotomie (Aderlass). Genau wie beim Blutspenden wird dem Patienten regelmäßig Blut entnommen, um das Blut zu verdünnen. Chemotherapeutische Tabletten (Hydroxyharnstoff) werden eingesetzt, um die Blutzellproduktion zu stoppen, und Aspirin wird verschrieben, um Blutgerinnsel zu verhindern.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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