Allgemeine Informationen zur Frühgeborenenretinopathie
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist eine Krankheit, bei der sich die Blutgefäße in der Netzhautschicht (Retina) des Auges nicht entwickeln können, weil das Baby zu früh geboren wurde, und anschließend aufgrund von Sauerstoffmangel defekte Blutgefäße gebildet werden, die in das Auge einbluten.
Frühgeborene, die vor der 32. Woche und mit einem Gewicht von weniger als 1500 Gramm geboren werden, gehören zur Hochrisikogruppe. Je früher das Baby geboren wird, desto höher ist das Risiko für ROP.
Hochkonzentrierter Sauerstoff, der im Inkubator (auf der Intensivstation) verabreicht wird, ist lebensrettend, stört jedoch die normale Entwicklung der Netzhautblutgefäße und ist einer der wichtigsten Faktoren, der die Entstehung von ROP auslöst.
Die Krankheit hat keine von außen sichtbaren Symptome. Eine Familie kann dies nicht einfach durch einen Blick in die Augen des Babys erkennen. Aus diesem Grund ist es zwingend erforderlich, dass jedes zu früh geborene Baby von einem Augenarzt untersucht wird.
Bei gefährdeten Babys wird die erste Augenuntersuchung (Funduskopie) in der 4. Woche nach der Geburt durchgeführt. Wenn die Krankheit vorliegt oder das Risiko fortbesteht, werden diese Untersuchungen alle 1-2 Wochen wiederholt, bis die Blutgefäße der Netzhaut vollständig entwickelt sind.
Frühe Stadien können sich spontan zurückbilden. In fortschreitenden Stadien werden zur Stoppung der fehlerhaften Blutgefäßproduktion intraokulare Injektionen (Anti-VEGF) verabreicht oder die peripheren Teile der Netzhaut mit einer Laserbehandlung verödet, um eine Erblindung (Netzhautablösung) zu verhindern.
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