Allgemeine Informationen über Priapismus
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist der Zustand, in dem der Penis ohne sexuellen Reiz oder noch lange nach dem Geschlechtsverkehr länger als 4 Stunden schmerzhaft versteift bleibt, ohne zu erschlaffen.
Eine falsche Dosierung von Schwellkörperautoinjektionen zur Behandlung von Impotenz, bestimmte Psychopharmaka/Antidepressiva, illegale Drogen sowie Bluterkrankungen wie Leukämie und Sichelzellanämie sind die häufigsten Ursachen.
Da das Blut, das den Penis während der Erektion füllt, nicht abfließen kann, wird es sauerstoffarm. Das sauerstoffarme Blut wird sauer, vergiftet das Penisgewebe (die Schwellkörper) und führt zur Nekrose. Wenn 24 Stunden vergehen, kann der Patient lebenslang vollständig impotent (erektionsunfähig) bleiben.
Ischämisch (Low-Flow): Dies ist der Notfalltyp, bei dem Blut im Penis eingeschlossen wird, extrem schmerzhaft und steinhart ist und zum Gewebstod führt.
Nicht-ischämisch (High-Flow): Wird im Allgemeinen durch ein Blutgefäß verursacht, das durch ein Trauma im Dammbereich gerissen ist und kontinuierlich Blut in den Penis pumpt; ist schmerzlos und stellt keine akute Gefahr dar.
Der Penisschaft ist steinhart, die Eichel (Glans) jedoch meist weich. Mit fortschreitenden Stunden beginnt ein zunehmend unerträglicher Schmerz und ein Druckgefühl.
In der Notaufnahme wird der Penis lokal betäubt. Das eingeschlossene dunkle/sauerstoffarme Blut wird mit einer dicken Nadel abgezogen (Aspiration) und gefäßverengende Medikamente (Adrenalin/Phenylephrin) werden injiziert. Wenn dieses Verfahren nicht funktioniert, wird im Operationssaal eine T-Shunt-Operation (Anlage eines neuen Abflussweges) durchgeführt.
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