Allgemeine Informationen über das Prolaktinom
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um einen gutartigen Tumor (Adenom), der sich in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) an der Schädelbasis, dem "Dirigenten" des Körpers, befindet und der das mütterliche Hormon 'Prolaktin' im Übermaß absondert.
Nein, Prolaktinome sind kein Krebs (sie sind gutartig) und streuen nicht in andere Organe. Ihr größter Schaden besteht in der Störung des Hormonhaushalts und darin, dass sie bei Wachstum Druck auf die Sehnerven ausüben.
Hohes Prolaktin unterdrückt den Eisprung. Die typischsten Symptome sind spontaner Milchfluss aus den Brüsten (Galaktorrhö), obwohl man nicht schwanger ist oder gestillt hat, Menstruationsverzögerungen oder das völlige Ausbleiben der Periode (Amenorrhö) sowie Unfruchtbarkeit.
Es senkt das Testosteron bei Männern. Beobachtet werden ein Verlust des sexuellen Verlangens (Libidoverlust), Erektionsprobleme (Impotenz), Ausfall von Bart- und Körperbehaarung sowie manchmal eine Vergrößerung der Brüste.
Nach einem übermäßig hohen Prolaktinspiegel (meist weit über 100), der in Blutuntersuchungen festgestellt wird, wird ein Hypophysen-MRT durchgeführt, um die millimetergenaue Größe des Tumors im Gehirn zu bestimmen.
Bei 90 % der Tumore ist keine Operation erforderlich. Bei Einnahme von Medikamenten (Tabletten), sogenannten Dopaminagonisten (z. B. Cabergolin), schrumpft der Tumor innerhalb weniger Monate auf wundersame Weise, löst sich auf und der Prolaktinspiegel normalisiert sich. Raumforderungen, die nicht auf Medikamente ansprechen oder den Sehnerv so stark quetschen, dass eine Erblindung droht, werden durch die Nase entfernt (transsphenoidale Chirurgie).
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