Allgemeine Informationen über Proteinurie
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist der Vorgang, bei dem die Nierenfilter (Glomeruli), die für die Blutwäsche verantwortlich sind, ihre Struktur verlieren oder deren Poren sich erweitern, wodurch lebenswichtige Proteinmoleküle über den Urin ausgeschieden werden.
Langanhaltender und unkontrollierter Diabetes, Bluthochdruck, entzündliche Eigenerkrankungen der Niere (Nephritis) sowie schwere rheumatische Erkrankungen (Lupus) schädigen die Nierenfilter und lösen diese Leckage aus.
Das typischste Symptom ist eine übermäßige Schaumbildung im Urin in der Toilettenschüssel (anhaltender Schaum wie Spülwasser). Da das Protein (Albumin) im Blut abnimmt, kommt es außerdem zu Schwellungen (Ödemen) an den Augenlidern, Händen und Füßen.
Der Nachweis eines Eiweißverlustes im Urin zusammen mit Bluthochdruck nach der 20. Schwangerschaftswoche ist der wichtigste Indikator für eine Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung), die das Leben von Mutter und Kind bedroht.
Nachdem bei einer routinemäßigen Urinanalyse eine Proteinpositivität festgestellt wurde, wird der Patient gebeten, seinen Urin 24 Stunden lang zu sammeln. Die Proteinmenge in diesem gesammelten Urin wird in Milligramm/Gramm gemessen, um den Grad der Nierenschädigung zu bestimmen.
Die Behandlung zielt eher darauf ab, die zugrunde liegende Ursache (Zucker oder Blutdruck) zu beheben, als nur die Leckage zu stoppen. Insbesondere Blutdruckmedikamente aus der Gruppe der ACE-Hemmer reduzieren den Eiweißverlust deutlich, indem sie den Druck in den Nieren senken, und verlangsamen das Fortschreiten des Nierenversagens.
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