Allgemeine Informationen über Ptosis
Krankheitsdetails und Häufig Gestellte Fragen
Es handelt sich um das Absinken des Oberlids aus seiner normalen Position, sodass es weit genug herunterhängt, um den farbigen Teil des Auges (Iris) oder die Pupille zu bedecken.
Beides ist möglich. Bei Säuglingen kann es aufgrund einer schlechten Entwicklung des Muskels, der das Lid anhebt, angeboren sein (Kongenitale Ptosis). Bei Erwachsenen wird es später im Leben erworben, da sich die Sehnen, die den Muskel halten, mit dem Alter lockern (Erworbene Ptosis).
Ein plötzlich auftretendes herabhängendes Augenlid (insbesondere eines, das im Laufe des Tages schlimmer wird) kann das erste Anzeichen für Myasthenia gravis, das Horner-Syndrom oder eine Lähmung des 3. Hirnnervs sein.
Wenn das Augenlid die Pupille (Sehachse) des Säuglings vollständig bedeckt, kann dieses Auge kein Licht empfangen. Das Gehirn schaltet die Nerven des ungenutzten Auges ab, was zu einer dauerhaften 'Schwachsichtigkeit' (Amblyopie) führt. Dieser Zustand erfordert eine Notoperation.
Ja. Im fortgeschrittenen Alter kann sich die Haut des Oberlids lockern und nach unten hängen (Dermatochalasis); der Muskel, der das Lid anhebt, ist hier jedoch intakt. Bei der Ptosis liegt kein Problem mit der Haut selbst vor; der Muskelmechanismus des Lids ist defekt.
Wenn das Problem eine Muskelschwäche ist, wird eine Operation durchgeführt. Wenn der Muskel, der das Augenlid anhebt (Levator), noch etwas Kraft hat, wird der Muskel chirurgisch verkürzt und gestrafft (Resektionsoperation). Wenn der Muskel gar keine Kraft hat, wird das Augenlid am Stirnmuskel aufgehängt (Frontalschlinge), sodass das Auge durch die Bewegung der Stirn geöffnet werden kann.
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