Allgemeine Informationen über Endometriumhyperplasie
Krankheitsdetails und Häufig Gestellte Fragen
Es handelt sich um die abnormale Verdickung des schwammartigen Gewebes (Endometrium), das die Innenfläche der Gebärmutter auskleidet (wo sich das Baby einnistet oder was als Menstruation abgestoßen wird), aufgrund einer Erhöhung der Zellzahl durch falsche hormonelle Stimulation.
Die Verdickung selbst ist kein Krebs, aber es gibt zwei Arten:
1. Hyperplasie ohne Atypie: Die Zellen sind normal, nur ihre Anzahl ist erhöht. Das Entartungsrisiko ist mit 1-3 % sehr gering.
2. Atypische Hyperplasie: Auch die Form und Struktur der Zellkerne sind gestört. Unbehandelt ist sie eine 'Vorstufe' von Krebs und birgt ein Risiko von 30 %, sich in Gebärmutterkrebs zu verwandeln.
Die Gebärmutterschleimhaut verdickt sich durch 'Östrogen' und wird durch 'Progesteron' ausgedünnt, um als Menstruation abgestoßen zu werden. Wenn eine Frau keinen Eisprung hat (bei PCOS), in der Übergangsphase zur Menopause ist oder an Fettleibigkeit (überschüssiges Gewicht/Fettgewebe produziert kontinuierlich Östrogen) leidet, kann kein Progesteron produziert werden. Ohne eine bremsende Gegenkraft lässt Östrogen die Schleimhaut stetig wachsen und dicker werden.
Das wichtigste Symptom sind abnormale vaginale Blutungen. Menstruationsperioden, die viel länger, klumpiger und schwerer als normal sind (unmöglicher Bindenwechsel), Zyklen, die kürzer als 21 Tage dauern, und insbesondere jegliche Schmierblutungen oder Blutungen nach der Menopause sind die größten Warnsignale für eine Endometriumhyperplasie (und Krebs).
Der Gynäkologe misst die Dicke der Gebärmutterschleimhaut durch vaginalen Ultraschall (bei einer Frau in den Wechseljahren sollte sie 4-5 mm nicht überschreiten). Bei auffälliger Dicke ist es ZWINGEND ERFORDERLICH, eine Endometriumbiopsie (Pipelle/Ausschabung) aus dem Inneren der Gebärmutter vorzunehmen, um festzustellen, ob es sich um eine gutartige Wucherung oder eine 'atypische' Krebsvorstufe handelt. Der Eingriff wird schmerzfrei innerhalb von Sekunden mit einer dünnen Kanüle unter Narkose oder in der Ambulanz durchgeführt.
Die Behandlung richtet sich nach dem pathologischen Biopsie-Befund.
Wenn KEINE zelluläre Anomalie (Atypie) vorliegt: Das fehlende 'Progesteron'-Hormon wird als Pille oder durch Einsetzen einer Hormonspirale (Mirena) verabreicht, um die Verdickung zu reduzieren, und die Patientin wird in Abständen von 3-6 Monaten überwacht.
Wenn eine zelluläre Anomalie (Atypie) VORLIEGT: Da das Krebsrisiko sehr hoch ist, ist die Goldstandard-Behandlung bei abgeschlossenem Kinderwunsch eine Hysterektomie (vollständige Entfernung der Gebärmutter und Eierstöcke durch eine geschlossene Operation). Bei jungen Frauen mit Kinderwunsch wird versucht, die Gebärmutter durch hochdosierte Hormontherapie und strenge Biopsie-Überwachung zu erhalten.
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