Allgemeine Informationen über das Raynaud-Syndrom
Krankheitsdetails und Häufig Gestellte Fragen
Es ist ein Zustand, bei dem die kapillaren Arterien, die die Finger und manchmal die Zehen versorgen, bei Kälte oder starkem Stress der Person heftig verkrampfen und den Blutfluss zu den Fingern innerhalb von Sekunden vollständig stoppen.
Da sich die Blutgefäße während eines Anfalls zusammenziehen, werden die Finger blassgelb/kreideweiß, als ob sie blutleer wären. Da der eingeschlossene Sauerstoff im Blut verbraucht wird, nehmen sie danach eine fast schwarze blau-violette Farbe an. Wenn sie sich erwärmen und sich die Gefäße plötzlich erweitern, strömt das Blut zurück und die Finger werden leuchtend rot.
Primäres Raynaud: Kommt häufig bei jungen Frauen vor, hat keine zugrunde liegende Erkrankung, tritt von selbst auf und ist harmlos.
Sekundäres Raynaud: Es tritt als frühes Warnzeichen für schwere autoimmune rheumatische Erkrankungen wie Sklerodermie oder Lupus auf und kann Geschwüre/Wunden verursachen.
Im Winter nach draußen zu gehen, einer starken Klimaanlage ausgesetzt zu sein oder sogar mit bloßen Händen eine gefrorene Tüte aus dem Gefrierschrank zu holen, reicht aus, um sofort einen Gefäßkrampf auszulösen.
Durch die Untersuchung der mikroskopisch kleinen Blutgefäße an der Nagelwurzel mit einer Lupe (Kapillarmikroskopie) kann definitiv unterschieden werden, ob es sich bei der Erkrankung um ein einfaches Raynaud-Phänomen oder um den Vorboten einer rheumatischen Erkrankung handelt.
Die primäre Behandlung ist die ständige Verwendung von Handschuhen und die 100%ige Vermeidung von Kälte. Rauchen, das die Blutgefäße verengt, und stressige Umgebungen müssen vermieden werden. Wenn die Symptome das tägliche Leben beeinträchtigen, werden Blutdruckmedikamente verschrieben, die die Blutgefäßwände entspannen (Kalziumkanalblocker).
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