Allgemeine Informationen über Netzhautrisse
Krankheitsdetails und Häufig Gestellte Fragen
Es handelt sich um einen mechanischen Riss oder ein Loch, das durch Zug oder Schwächung der Netzhaut (Retina) entsteht, jener Nervenschicht, die die innere Rückwand unseres Auges wie eine Tapete auskleidet und das Sehen ermöglicht.
Ein Netzhautriss verursacht NIEMALS SCHMERZEN. Es gibt zwei typische Symptome:
1- Lichtblitze (Photopsie): Plötzliche kamerablitzartige (blitzähnliche) Erscheinungen in einem Augenwinkel, selbst in einem dunklen Raum oder bei geschlossenen Augen.
2- Fliegende Mücken (Mouches volantes): Das plötzliche Auftreten von dichten schwarzen Pünktchen im Gesichtsfeld, die wie Ruß oder Spinnweben umherfliegen.
Ein Riss allein macht nicht blind. Bleibt er jedoch unbehandelt, sickert die Flüssigkeit aus dem Augeninneren durch diesen Riss unter die Netzhaut und löst diese wie eine Tapete vollständig von der Wand ab (Netzhautablösung). Dies ist ein medizinischer Notfall, der innerhalb von Sekunden zu dauerhafter ERBLINDUNG führt.
Ein Patient, der Lichtblitze oder umherfliegende Punkte bemerkt, sollte unverzüglich einen Augenarzt aufsuchen. Die Pupille wird mit Augentropfen erweitert, und die äußersten Ränder der Netzhaut werden mit speziellen Linsen untersucht (Augenhintergrunduntersuchung / Funduskopie), um den Riss zu lokalisieren.
Ist der Riss noch nicht in eine Netzhautablösung übergegangen, ist die Behandlung sehr einfach. Ambulant wird das Gewebe um den Riss herum mit einem Argon-Laser punktgenau an der Wand 'festgeschweißt' (geheftet). Das Verfahren ist schmerzlos und dauert 5-10 Minuten. Wenn sich die Membran bereits abgelöst hat, ist eine Augenoperation namens Vitrektomie im Operationssaal erforderlich.
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