Allgemeine Informationen über Diabetische Retinopathie
Krankheitsdetails und Häufig Gestellte Fragen
Es ist die Zerstörung des Mikrogefäßnetzes in der Netzhaut, der Nervenschicht des Auges, die wie ein Kamerafilm funktioniert, verursacht durch anhaltend hohen Blutzucker, was dazu führt, dass die Gefäße platzen und Blut oder Flüssigkeit austritt.
1. Nicht-proliferativ (Frühstadium): Die Gefäßwände werden schwächer, und in der Netzhaut beginnen winzige ballonartige Ausbuchtungen (Mikroaneurysmen), kleine Blutungen und Flüssigkeitsaustritte.
2. Proliferativ (Fortgeschrittenes und gefährliches Stadium): Die Netzhaut wird durch verstopfte Gefäße mit Sauerstoff unterversorgt. Um Sauerstoff zu finden, bildet das Auge 'anormale und sehr zerbrechliche neue Blutgefäße'. Diese neuen Gefäße platzen bei der geringsten Blutdruckerhöhung, füllen das Innere des Auges (Glaskörper) vollständig mit Blut und verursachen eine plötzliche Erblindung.
Serum (Flüssigkeit), das aus beschädigten Gefäßen austritt, sammelt sich in der Makula (gelber Fleck), unserem Sehzentrum, und lässt sie wie einen Schwamm anschwellen. Es ist die häufigste Ursache für Sehverlust bei Diabetikern; der Patient kann keine Texte mehr lesen oder Gesichter erkennen.
Im Frühstadium verursacht sie weder Schmerzen noch Sehverlust! Wenn Undichtigkeiten das Zentrum erreichen oder Blutungen auftreten, treten plötzlich verschwommenes Sehen, riesige fliegende schwarze Flecken/Spinnweben vor den Augen, blasse Farbwahrnehmung und dunkle Bereiche (Gesichtsfeldausfälle) auf.
Durch die Erweiterung der Pupille mit Tropfen wird eine Untersuchung des Augenhintergrunds (Funduskopie) durchgeführt. Zur Messung von Ödemen wird ein OCT (Optische Kohärenztomographie) durchgeführt. Um millimetergenau herauszufinden, welche Gefäße verstopft sind, wo Flüssigkeit austritt und wo gelasert werden muss, wird über den Arm ein fluoreszierender Farbstoff injiziert und eine FFA (Fluoreszenzangiographie) durchgeführt.
Die wichtigste Behandlung besteht darin, den Blutzucker und den Blutdruck streng zu kontrollieren. Wir haben zwei Hauptwaffen, um Augenschäden zu stoppen:
1. Intraokulare Injektionen (Anti-VEGF / Cortison): Um das Makulaödem auszutrocknen und blutende neue Gefäße zu schrumpfen, wird ambulant und schmerzfrei ein Medikament in das Auge injiziert (kann monatlich wiederholt werden).
2. Argon-Laser-Photokoagulation: Die sauerstoffarmen Randbereiche der Netzhaut werden mit einem Laser verödet, um sicherzustellen, dass das Zentrum (Makula) durchblutet wird und die Blutungen stoppen. Ist das Augeninnere vollständig mit Blut gefüllt (Glaskörperblutung), wird das Innere des Auges durch eine Vitrektomie-Operation (Glaskörperentfernung) gereinigt.
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