Allgemeine Informationen über das Reye-Syndrom
Krankheitsdetails und Häufig Gestellte Fragen
Es ist ein sehr gefährliches, seltenes Syndrom im Kindesalter, bei dem es in der Erholungsphase einer Viruserkrankung plötzlich zu einer raschen Schwellung des Gehirns (Ödem) und zum Versagen der Leber durch toxische Verfettung kommt.
Der größte Auslöser der Krankheit ist die fälschliche Verabreichung von Aspirin (Acetylsalicylsäure) oder aspirinhaltigen Medikamenten an ein fieberndes Kind (insbesondere bei Grippe/Influenza und Windpocken).
Sehr heftiges, nicht zu stoppendes Erbrechen, das plötzlich beginnt, wenn die Infektion gerade abklingt. Auf das Erbrechen folgen extreme Schläfrigkeit, Aggressivität, Delirium, Krämpfe (Krampfanfälle) und ein schnelles Abgleiten ins Koma.
Kindern unter 16 Jahren darf NIEMALS Aspirin zur Fiebersenkung verabreicht werden. Stattdessen sollten sichere, vom Arzt empfohlene Säfte/Tabletten mit Paracetamol oder Ibuprofen verwendet werden.
Sehr hohe Leberenzym- (AST/ALT) und Ammoniakwerte in Bluttests sowie ein extremer Abfall des Blutzuckerspiegels sichern die Diagnose. Ein MRT oder eine Computertomographie (CT) wird durchgeführt, um Hirnschäden festzustellen.
Es ist ein medizinischer Notfall. Der Patient muss sofort auf die pädiatrische Intensivstation eingeliefert werden. Die Behandlung ist rein unterstützend; zur Senkung des intrakraniellen Drucks, der das Gehirn quetscht, werden intravenöse Flüssigkeiten (Mannitol) verabreicht, zum Schutz der Leber Blutprodukte und bei Bedarf maschinelle Beatmung.
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