Allgemeine Informationen über Milzbrand
Krankheitsdetails und Häufig Gestellte Fragen
Es handelt sich um eine schwere und lebensbedrohliche Infektion, die dadurch entsteht, dass die äußerst widerstandsfähigen Sporen (Kapseln) des Bakteriums Bacillus anthracis in den menschlichen Körper eindringen und dort Toxine (Gifte) produzieren.
Eine Übertragung kann durch direkten Hautkontakt mit einer infizierten Wunde erfolgen. Milzbrand ist jedoch primär eine Krankheit pflanzenfressender Tiere wie Kühe, Schafe und Ziegen (Zoonose). Es wird auf Menschen übertragen, die mit einem kranken Tier in Kontakt kommen oder dessen nicht ausreichend durchgegartes Fleisch verzehren.
Es ist die häufigste Form (95 %). Der Erreger dringt durch einen Kratzer in die Haut ein. Anfangs juckt es wie ein Insektenstich, wächst innerhalb von Tagen, füllt sich mit Flüssigkeit und bildet in der Mitte ein kohlschwarzes, hartes und absolut schmerzloses Geschwür (Milzbrandkarbunkel).
Lungenmilzbrand entsteht bei Personen, die Tierwolle oder Sporen einatmen, und Darmmilzbrand bei solchen, die infiziertes Fleisch essen, ohne es gut durchzugaren. Bei diesen Formen gelangt der Erreger schnell in die Blutbahn und verursacht einen Schockzustand (Sepsis) sowie Hirnblutungen; die Sterblichkeitsrate ist sehr hoch.
Die endgültige Diagnose wird durch die Kultivierung (Züchtung der Bakterien) von Abstrich-, Sputum- oder Blutproben aus der Hautläsion im Labor sowie durch PCR-Tests gestellt.
Milzbrand ist ein Bakterium, kein Virus; daher reagiert es äußerst empfindlich auf Antibiotika (insbesondere Ciprofloxacin, Doxycyclin und Penicillin). Wird er frühzeitig diagnostiziert, kann Hautmilzbrand durch eine starke intravenöse Antibiotikatherapie erfolgreich und dauerhaft geheilt werden.
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