Allgemeine Informationen zu Diabetes Mellitus
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um einen Zustand, bei dem sich aufgrund eines Mangels oder einer Ineffizienz des Hormons Insulin, das dafür verantwortlich ist, dass Glukose aus der Nahrung in die Zellen gelangt, Zucker im Blut ansammelt und das Gefäßsystem schädigt.
Typ-1-Diabetes: Das Immunsystem zerstört die Bauchspeicheldrüse, es wird kein Insulin produziert; beginnt meist im Kindesalter und erfordert zwingend exogene Insulingaben.
Typ-2-Diabetes: Wird durch Adipositas und Bewegungsmangel ausgelöst. Insulin ist vorhanden, aber die Zellen reagieren unzureichend (Insulinresistenz); betrifft Erwachsene und kann mit oralen Antidiabetika/Diät gesteuert werden.
Es handelt sich um das Vorstadium, in dem der Nüchternblutzucker erhöht ist (zwischen 100-125 mg/dl), aber noch nicht den Schwellenwert für die Diabetes-Diagnose (126 mg/dl und mehr) erreicht hat. Durch Anpassung des Lebensstils kann ein manifester Diabetes verhindert werden.
Die klassische Symptomtrias umfasst: Polydipsie (übermäßiger und unstillbarer Durst), Polyurie (sehr häufiges und reichliches Wasserlassen, auch nachts) und Polyphagie (ständiges Hungergefühl trotz vermehrter Nahrungsaufnahme).
Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel schädigt das Gewebe und führt langfristig zur Erblindung durch retinale Gefäßschäden (Retinopathie), zu dialysepflichtiger Niereninsuffizienz (Nephropathie) und zu sensorischen Ausfällen in den Extremitäten, die Amputationen erfordern können (Neuropathie).
Während kapilläre Blutzuckermessungen nur Momentaufnahmen liefern, zeigt der HbA1c-Wert (glykiertes Hämoglobin) den genauen Blutzuckerdurchschnitt der letzten 3 Monate an. Der therapeutische Erfolg wird daran gemessen, diesen Wert bei etwa 6,5 % zu halten.
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