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Çakırtepe Hastanesi
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Zerebrovaskuläre Erkrankungen

Diagnose, Symptomatik und therapeutische Verfahren.

Allgemeine Informationen zu zerebrovaskulären Erkrankungen

Zerebrovaskuläre Erkrankungen bezeichnen eine Gruppe neurologischer Krankheitsbilder, die infolge einer gestörten Hirndurchblutung durch Gefäßverschlüsse, -stenosen oder -blutungen entstehen und zu Gewebsuntergang (Nekrose) führen. In diese Kategorie fallen insbesondere der Schlaganfall (Apoplex) und die Transitorisch Ischämische Attacke (TIA). In unseren Abteilungen für Neurologie und interventionelle Radiologie wird drohenden Hirnschäden durch notfallmäßige Thrombolysetherapien sowie mechanische Rekanalisationsverfahren (Thrombektomie/Stenting) hochwirksam entgegengewirkt.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte klinische Informationen zur Pathologie finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was sind zerebrovaskuläre Erkrankungen?

Es ist der Überbegriff für Erkrankungen, bei denen das Gehirn aufgrund von Obstruktionen, Blutungen oder strukturellen Defekten (Aneurysmen) im zerebralen Gefäßsystem unzureichend mit Sauerstoff versorgt wird, was zum Absterben von Nervenzellen führt.

Wie entsteht ein Schlaganfall (Apoplex)?

Es gibt zwei Hauptmechanismen. Entweder verstopft ein Blutgerinnsel aus dem Herzen oder den Halsgefäßen eine Hirnarterie (ischämischer Schlaganfall), oder ein durch Bluthochdruck geschädigtes Gefäß reißt und es kommt zu einer Einblutung ins Hirngewebe (hämorrhagischer Schlaganfall). In beiden Fällen entwickeln sich innerhalb von Sekunden neurologische Ausfälle.

Was ist eine TIA (Transitorisch Ischämische Attacke)?

Umgangssprachlich oft als 'Mini-Schlaganfall' bezeichnet. Ein Thrombus verschließt das Gefäß kurzzeitig, es kommt zu Symptomen wie Armschwäche oder Sprachstörungen, jedoch löst sich das Gerinnsel innerhalb von Minuten bis Stunden von selbst auf. Obwohl die Symptome verschwinden, ist dies der stärkste Prädiktor für einen unmittelbar bevorstehenden, schweren Schlaganfall und ein absoluter medizinischer Notfall.

Was sind die wichtigsten Risikofaktoren?

Unbehandelter arterieller Hypertonus, Diabetes mellitus, Nikotinabusus, Hypercholesterinämie, Vorhofflimmern (Herzrhythmusstörung) und Adipositas stellen die größten atherogenen Risikofaktoren dar.

Was sind die Frühwarnzeichen (FAST-Schema)?

Einseitiges Herabhängen der Gesichtsmuskulatur (Face), Kraftverlust oder Lähmung in den Armen (Arms) sowie eine verwaschene oder unverständliche Sprache (Speech). Tritt auch nur eines dieser Symptome auf, darf keine Zeit (Time) verloren werden und der Notruf muss sofort abgesetzt werden.

Wie erfolgt die Notfalltherapie?

Bei ischämischen Infarkten wird Patienten innerhalb des Zeitfensters von 4,5 Stunden ein Thrombolytikum (gerinnselauflösendes Medikament) intravenös verabreicht. Bei Verschlüssen großer Gefäße erfolgt die Rekanalisation mittels kathetergestützter mechanischer Thrombektomie. Bei intrakraniellen Blutungen wird primär der Blutdruck gesenkt, in ausgewählten Fällen erfolgt eine neurochirurgische Hämatomevakuation. Daran schließt sich eine neurologische Frührehabilitation an.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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