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Çakırtepe Hastanesi
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Cyberchondrie

Diagnose, Symptomatik und therapeutische Verfahren.

Allgemeine Informationen zur Cyberchondrie

Die Cyberchondrie ist eine Angsterkrankung, die sich dadurch auszeichnet, dass Betroffene banale körperliche Symptome obsessiv in Suchmaschinen und medizinischen Foren recherchieren, was zu der katastrophisierenden Überzeugung führt, an letalen Krankheiten zu leiden. In unseren Abteilungen für Psychologie und Psychiatrie wird dieser pathologische Kreislauf mittels kognitiver Verhaltenstherapie (KVT) erfolgreich durchbrochen.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte klinische Informationen zur Pathologie finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was ist Cyberchondrie?

Es handelt sich um die Hypochondrie des digitalen Zeitalters. Die Person verbringt Stunden damit, geringfügige körperliche Missempfindungen (wie Muskelzucken, leichte Kopfschmerzen, Blähungen) online zu recherchieren, stellt sich aufgrund der Informationsflut selbst fatale Diagnosen und verfällt in massive Panikzustände.

Wie unterscheidet sie sich von der klassischen Hypochondrie (Krankheitsangststörung)?

Bei der Hypochondrie fürchtet der Patient generell die Krankheit und sucht wiederholt ärztlichen Rat. Bei der Cyberchondrie sind der primäre Auslöser und der Verstärker der Angst das Internet und die Suchmaschinen. Die Online-Recherche beruhigt nicht, sondern potenziert die Angst.

Was sind die Leitsymptome?

Täglicher stundenlanger Konsum von Gesundheitsforen, das Misstrauen gegenüber ärztlichen Entwarnungen zugunsten von Internetquellen, das ständige zwanghafte Messen von Vitalparametern (Puls/Temperatur) sowie die Interpretation selbst einer simplen Hautläsion als 'malignes Melanom'.

Wie erfolgt die Diagnosestellung?

Die Diagnose wird durch eine klinische Exploration eines Psychologen oder Psychiaters gestellt, wenn das exzessive Suchverhalten die alltägliche Funktionalität erheblich einschränkt und zu schwerer, unkontrollierbarer Gesundheitsangst führt.

Welche therapeutischen Strategien existieren?

Die Grundvoraussetzung ist eine strikte 'digitale Diät', also das Verbot, Symptome online zu googeln. Durch die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) lernt der Patient, die Katastrophisierung körperlicher Signale zu unterlassen. Bei hochgradiger Angst und zwanghaften Verhaltensmustern werden unterstützend Antidepressiva in den Behandlungsplan integriert.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


In diesem Bereich finden Sie alle Informationen zu Ihrer Behandlung und Ihrem Krankenhausaufenthalt.

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