Allgemeine Informationen zur Sinusitis
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um die Verstopfung und Entzündung der Nasennebenhöhlen – normalerweise mit Luft gefüllte und mit Schleimhaut ausgekleidete Hohlräume im Schädel –, die sich infolgedessen mit Entzündungszellen und zähflüssigem Sekret füllen.
Eine akute Sinusitis entwickelt sich in der Regel nach einer Erkältung und heilt innerhalb von 4 Wochen vollständig aus. Bleiben die Beschwerden (wie nasale Obstruktion, Geruchsverlust) länger als 12 Wochen bestehen, spricht man von einer chronischen Sinusitis.
Zu den Symptomen gehören Kopf- und Gesichtsschmerzen, die sich beim Vornüberbeugen verstärken, ein Druckgefühl an den Wangen und hinter den Augen, zäher, gelb-grünlicher Sekretfluss in den Rachen, verstopfte Nase und ein daraus resultierender verminderter Geruchssinn (Hyposmie).
Im Gegensatz zu den pochenden Schmerzen einer Migräne äußert sich der Sinusitis-Kopfschmerz eher als ein dumpfes Druck- und Schweregefühl. Besonders morgens nach dem Aufstehen oder beim Vorbeugen des Kopfes entsteht ein massiver Druck im Stirn- oder Wangenbereich (über den betroffenen Nebenhöhlen).
Die Diagnose wird durch den HNO-Arzt gestellt, der mittels Nasenendoskopie direkt eitriges Sekret aus den Nebenhöhlenöffnungen nachweist. Bei Verdacht auf Nasenpolypen oder zur Vorbereitung einer Operation wird eine Computertomographie (CT) der Nasennebenhöhlen angefertigt, um die genaue anatomische Situation darzustellen.
Bei chronischen, therapieresistenten Verläufen erfolgt der Eingriff minimal-invasiv durch die Nasenlöcher mittels Endoskop (FESS-Operation). Dabei werden die verstopften Zugänge (Ostien) der Nebenhöhlen operativ erweitert, der Eiter wird abgesaugt und die physiologische Belüftung (Zirkulation) wiederhergestellt.
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