Allgemeine Informationen zur Malaria
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine der weltweit am weitesten verbreiteten und tödlichsten Infektionskrankheiten. Sie wird durch einen einzelligen Parasiten namens Plasmodium verursacht, der in die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) des Menschen eindringt, sich dort vermehrt und sie schließlich zum Platzen bringt.
Sie wird ausschließlich durch den Stich der weiblichen Anopheles-Mücke, die diesen spezifischen Parasiten in sich trägt, auf das Blut übertragen. Die Krankheit ist nicht durch direkten Körperkontakt oder Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragbar. Eine Übertragung kann ansonsten nur durch Bluttransfusionen oder plazentar von der Mutter auf das ungeborene Kind erfolgen.
Wenn infizierte Blutzellen massenhaft und zeitgleich durch die Parasiten platzen, wird eine massive Freisetzung von Toxinen ins Blut ausgelöst, was die klassischen 'Malaria-Anfälle' bedingt.
1. Zunächst durchlebt der Patient eine Frostphase mit so heftigem Schüttelfrost, dass die Zähne klappern.
2. Daraufhin schießt die Körpertemperatur abrupt auf 40-41 Grad Celsius (hohes Fieber) an.
3. In der Endphase bricht der Patient in massiven Schweiß aus (die Bettwäsche ist durchnässt), das Fieber sinkt und der Patient fällt völlig erschöpft in den Schlaf. Diese Anfälle wiederholen sich je nach Plasmodium-Art alle 48 oder 72 Stunden.
Da der Parasit kontinuierlich rote Blutkörperchen (Erythrozyten) zerstört, entwickelt der Patient sehr rasch eine profunde hämolytische Anämie. Der massive Anstieg von 'Bilirubin' aus den zerstörten Blutkörperchen führt zu einer Gelbfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht), zudem vergrößern sich Milz (Splenomegalie) und Leber (Hepatomegalie) massiv.
Bei jedem fiebernden Patienten mit einer Reiseanamnese in endemische Gebiete wie Afrika oder Asien muss umgehend eine Blutuntersuchung erfolgen. Ein Blutausstrich wird angefertigt und unter dem Mikroskop untersucht (Dicker Tropfen und Blutausstrich). Der direkte mikroskopische Nachweis der Parasiten in den Erythrozyten sichert die Diagnose zu 100 %.
Wird die Diagnose frühzeitig gestellt, ist die Malaria eine vollständig heilbare Erkrankung. Je nach Art des Parasiten werden hochwirksame, spezifische Antimalariamittel (wie Chloroquin, Artemisinin-Derivate oder Mefloquin) oral oder intravenös verabreicht.
Prophylaxe: Bei Reisen in Malariagebiete (z. B. Afrika) ist es zwingend erforderlich, 1-2 Wochen vor der Abreise mit der Einnahme von Malaria-Prophylaxe-Medikamenten zu beginnen und diese streng nach ärztlicher Anweisung während der gesamten Reise fortzuführen.
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