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Çakırtepe Hastanesi
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Sjögren-Syndrom

Diagnose, Symptomatik und therapeutische Verfahren.

Allgemeine Informationen zum Sjögren-Syndrom

Das Sjögren-Syndrom ist eine chronische, systemische Autoimmunerkrankung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Immunsystem fälschlicherweise die feuchtigkeitsproduzierenden exokrinen Drüsen des Körpers (insbesondere Tränen- und Speicheldrüsen) attackiert und zerstört. Dies führt zu extremer Augen- und Mundtrockenheit. In unseren rheumatologischen Ambulanzen wird die Diagnose durch spezifische Antikörpertests und eine Lippenbiopsie gesichert. Die Therapie erfolgt durch künstliche Tränen, speichelstimulierende Präparate sowie systemische immunsuppressive Medikamente.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte klinische Informationen zur Pathologie finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was ist das Sjögren-Syndrom?

Es ist eine systemische rheumatische Erkrankung, bei der das Abwehrsystem des Körpers fehlgeleitet ist und die körpereigenen 'exokrinen Drüsen' – die für die Produktion von Tränen, Speichel und Vaginalsekret verantwortlich sind – als Feinde betrachtet und zerstört.

Was ist der Unterschied zwischen dem primären und sekundären Sjögren-Syndrom?

Primäres Sjögren-Syndrom: Die Erkrankung tritt eigenständig auf, ohne dass eine andere rheumatische Grunderkrankung vorliegt.
Sekundäres Sjögren-Syndrom: Das Syndrom entwickelt sich als Begleiterscheinung einer anderen manifesten Autoimmunerkrankung, wie etwa der rheumatoiden Arthritis oder dem systemischen Lupus erythematodes (Schmetterlingsflechte).

Was sind die Leitsymptome (Sicca-Symptomatik)?

Die Augen brennen und sind stark gerötet, begleitet von einem ständigen Fremdkörper- oder Sandkorngefühl (Xerophthalmie). Im Mundraum ist die Trockenheit (Xerostomie) so ausgeprägt, dass das Schlucken trockener Nahrung ohne Flüssigkeit nahezu unmöglich wird. Hinzu kommen eine rissige Zunge und ein drastisch erhöhtes Kariesrisiko. Auch Haut- und Vaginaltrockenheit treten sehr häufig auf.

Sind auch Gelenke oder innere Organe betroffen?

Ja, da es sich um eine systemische Erkrankung handelt. Abgesehen von der Drüsenbeteiligung kann es zu entzündlichen Schwellungen und Schmerzen der Gelenke (Arthritis) kommen. Gelegentlich treten Organbeteiligungen wie Lungenfibrose (Verhärtung des Lungengewebes), Nierenfunktionsstörungen sowie ausgeprägte Müdigkeit (Fatigue) und Muskelschmerzen auf.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Ein erster Verdacht erhärtet sich durch den Schirmer-Test, der die Tränenproduktion misst, sowie durch den Nachweis spezifischer Autoantikörper (Anti-Ro/SSA und Anti-La/SSB) im Blut. Die endgültige histologische Sicherung erfolgt durch eine kleine Biopsie der Speicheldrüsen aus der Innenseite der Unterlippe, welche die charakteristische Ansammlung von Lymphozyten aufzeigt.

Wie erfolgt die Therapie?

Es existiert kein Medikament, das die bereits zerstörten Drüsen regenerieren kann. Die symptomatische Behandlung erfolgt durch die ständige Gabe von künstlichen Tränen und speichelstimulierenden Medikamenten (z. B. Pilocarpin). Bei Beteiligung von Gelenken oder inneren Organen verschreibt der Rheumatologe das Immunsystem modulierende Medikamente (wie Hydroxychloroquin) oder Kortison.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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