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Çakırtepe Hastanesi
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Spina bifida (Offener Rücken)

Diagnose, Symptomatik und therapeutische Verfahren.

Allgemeine Informationen zur Spina bifida

Die Spina bifida (umgangssprachlich „offener Rücken“) ist ein angeborener Neuralrohrdefekt, der während der frühen embryonalen Entwicklung entsteht. Da sich die Wirbelsäule und die Knochenbögen nicht vollständig schließen, werden die Spinalnerven ungeschützt oder in Form einer Blase (Sack) am Rücken des Säuglings geboren. Ein pränataler Folsäuremangel gilt als primärer Auslöser. In unserem Krankenhaus minimieren interdisziplinäre Konsilien aus Neurochirurgen und Kinderchirurgen neurologische Schäden durch einen hochspezialisierten operativen Verschluss unmittelbar nach der Geburt.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte klinische Informationen zur Pathologie finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was ist Spina bifida?

Umgangssprachlich als 'offener Rücken' bezeichnet, handelt es sich um eine angeborene Fehlbildung, bei der sich das Neuralrohr in den ersten Schwangerschaftsmonaten nicht richtig schließt, was zu einem knöchernen Spalt (Öffnung) im hinteren Bereich der Wirbelsäule führt.

Was ist die Hauptursache (Folsäure)?

Obwohl die genaue Ursache multifaktoriell ist, ist der größte und wissenschaftlich erwiesene Risikofaktor ein Mangel an Folsäure (Vitamin B9) bei der Mutter vor der Empfängnis und in den ersten Schwangerschaftswochen. Eine ausreichende Folsäuresupplementation verhindert die Erkrankung zu etwa 70 %.

Welche Formen gibt es?

Spina bifida occulta (die 'verborgene' Form): Die leichteste Form; es besteht nur ein minimaler Knochenspalt, der von außen nicht sichtbar ist und selten Probleme verursacht.
Meningozele: Die Hirnhäute, die das Rückenmark umgeben, wölben sich durch den Spalt nach außen und bilden einen flüssigkeitsgefüllten Sack, das Rückenmark selbst bleibt jedoch im Wirbelkanal.
Myelomeningozele: Die schwerste und folgenschwerste Form; sowohl die Hirnhäute als auch das Rückenmark und die Nerven treten durch den knöchernen Defekt in einer Vorwölbung nach außen.

Welche Behinderungen verursacht sie?

Bei den schweren Verlaufsformen nehmen die freiliegenden Spinalnerven bereits im Mutterleib Schaden. Dies führt zu Lähmungen der Beine (Gehunfähigkeit), massiver Harn- und Stuhlinkontinenz (neurogene Blase/Darm) sowie aufgrund von aufgestautem Hirnwasser zu einer Vergrößerung des Kopfes (Hydrozephalus / Wasserkopf).

Kann man die Fehlbildung im Mutterleib erkennen?

Ja. Ein erhöhter AFP-Wert (Alpha-Fetoprotein) im Blut der Mutter während der 16. bis 18. Schwangerschaftswoche liefert einen ersten Verdacht. Die endgültige Sicherung und Darstellung des Wirbelsäulendefekts erfolgt durch den hochauflösenden Feinultraschall (Organscreening).

Wie wird behandelt?

Bei den offenen Formen wird das Neugeborene unmittelbar in den ersten 24 bis 48 Lebensstunden neurochirurgisch notoperiert, um tödliche Infektionen (Hirnhautentzündungen) und weitere Nervenschäden zu verhindern. Die Nerven werden in den Spinalkanal zurückgelagert und die Hautöffnung vernäht. Die verbleibenden motorischen und urologischen Defizite erfordern ein lebenslanges Management mittels Physiotherapie und Blasenkatheterismus.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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