Allgemeine Informationen zum Tennisarm
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist die Schädigung und chronische Entzündung der Sehnenansätze jener Unterarmmuskeln, die das Handgelenk und die Finger nach oben (außen) strecken. Diese Überlastung manifestiert sich am äußeren Knochenvorsprung des Ellenbogens (Epicondylus lateralis).
Nein. Obwohl der Name darauf hindeutet, betrifft es nur selten tatsächliche Tennisspieler. Weit häufiger leiden Personen daran, die monotone und kräftezehrende Handgelenksbewegungen ausführen, wie etwa Handwerker (Schraubenzieher), Hausfrauen (Auswringen von Putzlappen), Büroangestellte (intensive Maus-/Tastaturnutzung) oder Maler.
Eine ausgeprägte Druckempfindlichkeit am äußeren (lateralen) Ellenbogenknochen. Das Hauptsymptom ist ein messerscharfer, stechender Schmerz, der vom Ellenbogen in den Unterarm ausstrahlt, besonders bei alltäglichen Greifbewegungen wie dem Anheben einer Teekanne, dem Drehen eines Türgriffs, beim Händeschütteln oder beim Halten eines vollen Wasserkrugs.
Der Tennisarm (Lateral Epicondylitis) betrifft den Sehnenansatz am äußeren Knochenvorsprung des Ellenbogens. Beim Golferarm (Medial Epicondylitis) hingegen läuft exakt derselbe pathologische Prozess ab, jedoch am inneren Knochenvorsprung (die dem Körper zugewandte Seite) des Ellenbogens.
Die Diagnose erfolgt in der Regel rein klinisch. Der Arzt bittet den Patienten, das Handgelenk gegen einen Widerstand nach oben zu drücken. Ein in diesem Moment einschießender, scharfer Schmerz am Ellenbogen bestätigt die Diagnose. Röntgenbilder werden meist nur zur Differenzialdiagnostik angefertigt, um Frakturen oder starke Arthroseausprägungen auszuschließen.
Oberste Priorität hat die Vermeidung der schmerzauslösenden Bewegungen. Eine spezielle 'Epikondylitis-Spange' wird angelegt, um die Zugbelastung von dem entzündeten Knochenansatz wegzuleiten. Zur aktiven Heilung der Sehneneinrisse kommen lokale Kortison-Injektionen, PRP-Therapie (plättchenreiches Plasma aus dem Eigenblut des Patienten zur Zellregeneration) oder die Stoßwellentherapie (ESWT) zum Einsatz. Bleiben sämtliche konservativen Maßnahmen erfolglos, kann bei hartnäckigen chronischen Fällen ein kleiner mikrochirurgischer Eingriff vorgenommen werden.
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