Allgemeine Informationen über Typ-1-Diabetes
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der der Blutzuckerspiegel gefährliche Werte erreicht, weil der Körper nicht in der Lage ist, das Hormon „Insulin“ zu produzieren, welches den Blutzucker in die Zellen transportiert.
Typ-2-Diabetes ist oft mit Adipositas verbunden; der Körper produziert zwar Insulin, aber es wirkt nicht richtig (Insulinresistenz) und kann mit Tabletten behandelt werden. Bei Typ-1-Diabetes hingegen ist die INSULINPRODUKTION NULL; Tabletten sind wirkungslos, und der Patient ist lebenslang auf die Zufuhr von Insulin von außen (Injektionen) angewiesen.
Das eigene Immunsystem hält die insulinproduzierenden Fabriken (Betazellen) in der Bauchspeicheldrüse fälschlicherweise für einen fremden Virus, greift sie an und zerstört sie vollständig. Der genaue Auslöser (ob genetisch bedingt oder durch einen Virus) für diesen Angriff ist noch nicht vollständig geklärt.
Er beginnt in der Regel sehr plötzlich. Die betroffene Person trinkt ständig literweise Wasser (Polydipsie), wacht nachts mehrmals auf, um auf die Toilette zu gehen (Polyurie), und verliert trotz großem Appetit rapide an Gewicht.
Da die Zellen keinen Zucker verwerten können, sind sie gezwungen, Fett zur Energiegewinnung zu verbrennen. Der Abbau von Fetten führt zur Ansammlung von giftigen Säuren, den sogenannten „Ketonen“, im Blut. Ohne medizinisches Eingreifen steigt der Säuregehalt des Blutes an und es kommt zu einem tödlichen diabetischen Koma (beginnend mit Acetongeruch im Atem und schneller Atmung).
Patienten müssen sich mehrmals täglich (vor den Mahlzeiten und nachts) subkutan Insulin spritzen. Heutzutage können anstelle von Injektionen auch am Bauch oder Arm befestigte Insulinpumpen verwendet werden, die den Blutzucker automatisch messen und kontinuierlich Insulin zuführen.
Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.



