Allgemeine Informationen über Typ-2-Diabetes
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Der Typ-2-Diabetes, der sich in der Regel auf dem Boden einer Insulinresistenz entwickelt, ist eine Erkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse zwar Insulin produziert, die zellulären Rezeptoren jedoch nicht darauf reagieren (geschlossen bleiben), wodurch die Glukoseaufnahme verhindert wird und sich der Zucker toxisch in den Blutgefäßen ansammelt.
Die größten Risikofaktoren sind Adipositas (starkes Übergewicht) und Bauchfett. Das Fett in der Bauchregion macht die Zellen „blind“ für Insulin (Insulinresistenz). Eine sitzende Lebensweise, Diabetes in der Familienanamnese und ein Alter von über 40 Jahren sind wesentliche Risikofaktoren.
Die Krankheit kann jahrelang symptomlos und sehr schleichend verlaufen. Wenn Symptome auftreten, umfassen diese Mundtrockenheit, starken Durst, häufiges Wasserlassen, Schläfrigkeit nach den Mahlzeiten, verschwommenes Sehen, Taubheitsgefühl in den Füßen und verzögerte Wundheilung.
Ein hoher Blutzuckerspiegel wirkt wie eine Säure und schädigt die Blutgefäße. Er zerstört die Struktur der Augengefäße, was zur Erblindung führt (Retinopathie), verstopft die Nierenfilter, was zu Nierenversagen führt (Nephropathie), und kann einen Herzinfarkt auslösen. Da er die Nerven in den Füßen abtötet, werden Wunden nicht bemerkt, was zu Amputationen von Zehen oder Füßen (Diabetisches Fußsyndrom) führen kann.
Die Diagnose Typ-2-Diabetes gilt als gesichert, wenn der Nüchternblutzucker nach einer mindestens 8-stündigen Nahrungskarenz zu zwei verschiedenen Zeitpunkten bei 126 mg/dl oder höher liegt oder wenn der HbA1C-Test, der den Blutzuckerdurchschnitt der letzten 3 Monate angibt, 6,5 % oder mehr beträgt.
Wenn einige Patienten Gewicht verlieren (10-15 %) und sich bei einer zuckerfreien/kohlenhydratarmen Diät sportlich betätigen, kann die Krankheit in einen „Schlafzustand“ (Remission) übergehen, und der Patient kann ohne Medikamente leben.
Bei der medikamentösen Behandlung werden zunächst orale Tabletten (wie Metformin) verschrieben, die die Insulinresistenz senken. Bei Bedarf können neue Generationen von Zuckertabletten in die Therapie aufgenommen werden. Wenn die Bauchspeicheldrüse völlig erschöpft ist, wird auf eine Insulintherapie von außen umgestellt.
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