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Çakırtepe Hastanesi
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Topsy-Turvy-Syndrom

Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden.

Allgemeine Informationen über das Topsy-Turvy-Syndrom

Das Topsy-Turvy-Syndrom (eine Variante des Alice-im-Wunderland-Syndroms) ist eine äußerst seltene visuelle Wahrnehmungsillusion, bei der sich die räumliche Orientierung des Betroffenen aufgrund einer zugrunde liegenden neurologischen Funktionsstörung vorübergehend umkehrt, sodass er die ihn umgebenden Objekte oder die gesamte Welt auf dem Kopf stehend (um 180 Grad gedreht) wahrnimmt. Es tritt vorwiegend bei Hirnstamminfarkten oder schweren Migräne-Aura-Attacken auf. In unserer neurologischen Klinik wird nach umfassender Diagnostik mittels MRT eine gezielte Therapie zur Behandlung der Grunderkrankung (wie Schlaganfall, Epilepsie) durchgeführt.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was ist das Topsy-Turvy-Syndrom?

Es handelt sich um eine sehr beängstigende, aber extrem seltene neurologische Wahrnehmungstäuschung (Illusion), die dazu führt, dass der Betroffene die visuelle Welt für Sekunden oder Minuten um 180 Grad verdreht, also „auf dem Kopf stehend“ oder zur Seite gekippt, wahrnimmt.

Ist es eine Erkrankung der Augen?

Nein. Das Auge als Organ nimmt das Licht und die Objekte völlig normal wahr. Bei der Verarbeitung der vom Auge an das Gehirn (insbesondere an den Okzipitallappen und das Gleichgewichtszentrum) gesendeten Signale kommt es jedoch zu einem „Kurzschluss“, sodass das Bild vom Gehirn umgedreht ins Bewusstsein übertragen wird.

Was sind die Ursachen?

Es entsteht in der Regel infolge von Gefäßverschlüssen in den hinteren Hirnversorgungsgebieten (vertebrobasiläre Ischämie/Schlaganfall), Hirnstamminfektionen, schweren Schädel-Hirn-Traumata, Hirntumoren oder extrem starken Migräneattacken mit Aura.

Führt es zu dauerhafter Erblindung?

Da das Problem nicht von den Augen ausgeht, führt es nicht zur Erblindung. Der Zustand des auf dem Kopf stehenden Bildes ist meist auch nur vorübergehend; sobald die zugrunde liegende Ursache (wie ein Migräneanfall) abklingt oder der Schlaganfall medizinisch behandelt wurde, korrigiert das Gehirn die Bilddarstellung wieder.

Wie wird es diagnostiziert?

Dieser Zustand stellt immer ein absolutes neurologisches Warnsignal dar. Sobald das Phänomen auftritt, muss sofort eine neurologische Untersuchung und ein MRT (Magnetresonanztomographie) des Gehirns durchgeführt werden, um nach Einblutungen oder Gefäßverschlüssen im hinteren Hirnbereich zu suchen.

Wie wird es behandelt?

Es gibt kein einzelnes Medikament nur für dieses Syndrom an sich. Ist eine Migräne die Ursache, werden migräneprophylaktische Medikamente verabreicht. Handelt es sich um einen Gefäßverschluss (Schlaganfall), werden in den ersten Stunden blutverdünnende oder gerinnselauflösende Therapien (Thrombolyse) angewandt, um dauerhafte Schäden am Hirngewebe zu verhindern.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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