Allgemeine Informationen über Fersensporn
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine chronische Schädigung und Entzündung des elastischen Bindegewebes (Faszie) an der Fußsohle. Die eigentliche Ursache für den Schmerz ist nicht der im Röntgenbild sichtbare dornenartige Knochenauswuchs, sondern die Entzündung im Bindegewebe selbst.
Es wird durch eine ständige und übermäßige Belastung der Fußsohle verursacht. Zu den Hauptursachen gehören plötzliche Gewichtszunahme (Adipositas), Fußfehlstellungen wie Plattfüße oder Hohlfüße, langes Stehen auf hartem Untergrund sowie das Tragen von sehr dünnen und flachen Schuhen (ohne Unterstützung, wie Ballerinas).
Während des Schlafens in der Nacht entspannt sich das Sprunggelenk, und die Plantarfaszie (Sehnenplatte der Fußsohle) zieht sich zusammen und verkürzt sich. Wenn man morgens aufsteht und den ersten Schritt macht, wird diese verkürzte und entzündete Membran durch das gesamte Körpergewicht abrupt gedehnt und gezogen. Dieses Gefühl von Mikrorissen verursacht einen heftigen Schmerz, als würde ein Nagel in die Ferse getrieben. Beim Gehen dehnt sich die Faszie, und der Schmerz lässt nach.
Die klinische Diagnose wird gestellt, wenn der Orthopäde Druck auf den unteren-inneren Teil der Ferse ausübt und der Patient einen so heftigen Schmerz verspürt, dass er zusammenzuckt. Auf dem Röntgenbild ist ein dornenartiger Knochenfortsatz (Osteophyt) unter dem Fersenbein (Calcaneus) zu sehen (manchmal kann jedoch auch nur die Fasziitis ohne Dornbildung Schmerzen verursachen).
Die Behandlung der Erkrankung erfordert Geduld, und in 90 % der Fälle tritt durch nicht-chirurgische Methoden eine Besserung ein.
1. Lebensstil und häusliche Pflege: Gewichtsabnahme, die Verwendung von Einlegesohlen mit Silikon-Fersenkissen, das Vermeiden von Barfußlaufen auf hartem Untergrund und Dehnübungen im Bett vor dem Aufstehen (z. B. das Heranziehen des Fußes mit einem Handtuch) sind zwingend erforderlich.
2. Fortgeschrittene Behandlungen: Die ESWT (Extrakorporale Stoßwellentherapie), die die Entzündung durch Schallwellen von außen auflöst und die Gewebeheilung anregt, ist die erfolgreichste Methode. In resistenten Fällen werden PRP (körpereigenes Blut) oder Kortison in die Ferse injiziert.
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