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Çakırtepe Hastanesi
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Tourette-Syndrom

Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden.

Allgemeine Informationen über das Tourette-Syndrom

Das Tourette-Syndrom ist eine im Kindesalter beginnende genetische und neuropsychiatrische Störung, die durch unkontrollierbare, sich wiederholende, plötzlich auftretende schnelle Muskelbewegungen (motorische Tics) und das Ausstoßen unwillkürlicher Laute (vokale Tics) gekennzeichnet ist. Aufmerksamkeitsdefizite und Zwangsstörungen treten häufig begleitend auf. In unseren Abteilungen für Neurologie und Psychiatrie wird die soziale Anpassung des Patienten durch neuroleptische Medikamente zur Symptomlinderung, Verhaltenstherapien (Habit-Reversal-Training) und familiäre Unterstützung gewährleistet.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was ist das Tourette-Syndrom?

Es handelt sich um das unwillkürliche, plötzliche, wiederholte und nicht-rhythmische Ausführen von Bewegungen (motorische Tics) und Lauten (vokale Tics) aufgrund eines strukturellen Problems in den Hirnregionen, die Bewegungen und Verhaltensweisen filtern.

Was sind Tics (Unterschied zwischen motorischen und vokalen Tics)?

Motorische Tics: Muskelbewegungen wie ständiges Blinzeln, Rumpfen der Nase, plötzliches Nicken des Kopfes, Achselzucken oder Grimassenschneiden.
Vokale (Laut-) Tics: Unwillkürliches Ausstoßen von Lauten wie ständiges Räuspern, Husten, Bellen, Schniefen oder das Wiederholen von Silben.

Ist unwillkürliches Fluchen (Koprolalie) weit verbreitet?

Obwohl es in Filmen und den Medien sehr häufig gezeigt wird, ist das plötzliche unwillkürliche Ausstoßen von Flüchen oder obszönen Wörtern (Koprolalie) eine sehr seltene Eigenschaft, die nur bei 10 % bis 15 % der Tourette-Patienten auftritt. Die meisten Patienten stoßen lediglich einfache Laute aus.

Sind Tics willkürlich, können sie unterdrückt werden?

Tics werden NICHT absichtlich ausgeführt. Bevor ein Tic auftritt, spürt die Person eine unerträgliche Anspannung im Körper (ähnlich dem Gefühl vor einem Niesen). In sozialen Situationen kann der Tic für kurze Zeit unterdrückt (zurückgehalten) werden, dies erhöht jedoch die Anspannung weiter, woraufhin die Tics danach in Form eines viel heftigeren Ausbruchs auftreten.

Welche anderen Probleme treten begleitend auf?

Das Tourette-Syndrom tritt selten allein auf. Bei der überwiegenden Mehrheit der Patienten treten eine Zwangsstörung (OCD), eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und Angststörungen gemeinsam auf.

Wie wird es diagnostiziert und behandelt?

Für das Syndrom gibt es keine Diagnose mittels Blutuntersuchung oder MRT. Sie basiert auf der klinischen Beobachtung des Psychiaters oder Neurologen (Voraussetzung ist, dass die Tics mindestens 1 Jahr lang anhalten). Es gibt kein Medikament, das das Syndrom vollständig heilt; meist nimmt die Intensität nach der Pubertät stark ab. Wenn die Tics das Leben des Patienten beeinträchtigen, werden dopaminhemmende Medikamente (Neuroleptika) und eine umfassende Verhaltensintervention bei Tics (CBIT) angewendet, um das Management der Tics zu erlernen.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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