Allgemeine Informationen über die transverse Myelitis
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine schwere Erkrankung des Nervensystems, bei der die elektrischen Signale, die die Nerven an den Körper senden, infolge einer Entzündung eines bestimmten Rückenmarksabschnitts quer (von rechts nach links) unterbrochen werden.
Obwohl die genaue Ursache nicht immer gefunden werden kann, sind Angriffe des Immunsystems auf das Rückenmark nach viralen/bakteriellen Infektionen oder Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose (MS) und Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankungen (NMO) die häufigsten Auslöser.
Plötzlich einsetzende starke Schmerzen im Lenden- oder Rückenbereich, Kribbeln/Taubheitsgefühl in den Beinen und Füßen, Gangstörungen (Kraftverlust) sowie Harn- oder Stuhlinkontinenz (Verlust der Blasenkrontrolle) können sich innerhalb weniger Stunden rasch entwickeln.
MS ist eine chronische Erkrankung, die typischerweise in Schubform verläuft und sowohl das Gehirn als auch das Rückenmark betrifft. Die transverse Myelitis tritt hingegen meist als ein einziger, schwerer Schub auf und konzentriert sich ausschließlich auf das Rückenmark, nicht auf das Gehirn.
Nach einer neurologischen Reflex- und Kraftprüfung wird ein Spinal-MRT mit Kontrastmittel durchgeführt. Die Entzündung im Rückenmark ist deutlich sichtbar. Zudem wird durch eine Lumbalpunktion Liquor (Nervenwasser) entnommen, um zwischen MS oder einer Infektion zu differenzieren.
Sobald die Diagnose steht, wird eine intravenöse hochdosierte Kortisontherapie (IV Methylprednisolon) oder eine Plasmapherese (Blutwäsche) durchgeführt, um die Entzündung im Rückenmark zu stoppen. Ein Großteil der Patienten erlangt durch monatelange intensive Physiotherapie und neurologische Rehabilitation die Gehfähigkeit teilweise oder vollständig zurück.
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