Allgemeine Informationen über PTBS
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es bedeutet, dass das Gehirn nach einem extrem schrecklichen und erschütternden Ereignis (Erdbeben, Krieg, sexueller Übergriff, schwerer Unfall) diese Erinnerung nicht verarbeiten und abschließen kann, sodass die Erinnerung wie eine frische, blutende Wunde ständig im Gehirn kreist.
Nein. Obwohl die meisten Menschen schwere Unfälle oder Todesfälle erleben, trauern sie einige Monate und kehren ins Leben zurück. Um von einer PTBS zu sprechen, gilt: Die Symptome müssen selbst Monate/Jahre nach dem Ereignis fortbestehen und die Person muss durch die Unfähigkeit, das Trauma gedanklich loszulassen, ihre alltägliche Funktionsfähigkeit vollständig verlieren.
Dies ist das beängstigendste Symptom der PTBS. Die Person „erinnert“ sich nicht nur an das Ereignis, sondern ERLEBT ES DIREKT WIEDER. Sie schwitzt, zittert, schreit und vergisst, wo sie sich befindet, als würde das Erdbeben oder der Angriff erneut stattfinden. Nachts wacht sie aus schrecklichen Alpträumen auf.
Die Gefahrenwahrnehmung im Gehirn (Amygdala) des Patienten schaltet sich nie ab. Beim leisesten Zuschlagen einer Tür schreckt er hoch (denkt an eine Bombe), nähert sich jemand von hinten, erschrickt er extrem. Er ist ständig in Alarmbereitschaft (Hypervigilanz), leidet unter Wutausbrüchen und hat Schwierigkeiten beim Einschlafen.
Ein Psychiater oder klinischer Psychologe stellt die Diagnose auf der Grundlage der DSM-5-Kriterien, indem er das Trauma, dem der Patient ausgesetzt war, das Vermeidungsverhalten und das Fortbestehen der Wiedererlebenssymptome über mehr als einen Monat hinweg beurteilt.
Medikamente (Antidepressiva) allein können eine PTBS nicht vollständig lösen, eine Heilung ohne Therapie bleibt unvollständig. Der Star der Behandlung ist die EMDR-Therapie (Eye Movement Desensitization and Reprocessing). Der Therapeut regt das Gehirn an, indem er die Augen des Patienten nach rechts und links bewegt. Währenddessen wird die Trauma-Erinnerung in einer sicheren Umgebung abgerufen. EMDR sorgt dafür, dass diese eingefrorene (traumatische) Erinnerung im Gehirn als normale „vergangene Erinnerung“ verarbeitet und archiviert wird.
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