Allgemeine Informationen über Tuberkulose
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine sehr heimtückische und chronische Infektionskrankheit, die durch den Tuberkelbazillus (Koch-Bazillus) verursacht wird, der sich meist in der Lunge ansiedelt und dort zu käsigem Gewebszerfall (käsige Nekrose) und zur Bildung von Hohlräumen (Kavernen) führt.
Sie wird AUSSCHLIESSLICH über die LUFT (Atemwege) übertragen. Sie wird übertragen, wenn unsichtbare Tröpfchen (Bazillen), die von einem an offener Lungentuberkulose erkrankten Patienten beim Husten, Niesen oder Sprechen in die Luft abgegeben werden, von einer gesunden Person eingeatmet werden. Sie können stundenlang in der Luft schweben. Sie wird DEIFINITV NICHT durch Gläser, Gabeln, Handtücher des Patienten, über Blut oder durch Händeschütteln übertragen.
Bei 90 von 100 Personen, die den Tuberkulose-Erreger einatmen, sperrt das intakte Immunsystem diesen Erreger ein, umschließt ihn mit Kalk (Kapselbildung) und versetzt ihn in einen Ruhezustand. Dies nennt man 'Latente TB'. Diese Personen sind nicht krank, husten nicht und können die Krankheit NICHT an andere weitergeben.
Bricht das Immunsystem der Person jedoch zusammen (z. B. durch Krebs, HIV, Stress, Unterernährung etc.), erwacht dieser ruhende Erreger und löst die „aktive Tuberkulose“ aus.
1. Hartnäckiger Husten: Ein Husten, der länger als 2-3 Wochen andauert und trotz Hustensaft nicht vergeht.
2. Hämoptyse (Bluthusten): Das Aushusten von frischem Blut, gemischt mit Schleim, wenn ein Geschwür in der Lunge ein Blutgefäß zum Platzen bringt.
3. Nachtschweiß: Extrem starkes nächtliches Schwitzen (als wäre Wasser über einen gegossen worden), das Kissen und Pyjama durchnässt, begleitet von leichtem Fieber.
4. Appetitlosigkeit und rasanter (auszehrender) Gewichtsverlust (daher der historische Name „Schwindsucht“).
Bei einem Patienten, der mit anhaltendem Husten vorstellig wird, zeigt das Röntgenbild des Thorax (insbesondere in den oberen Lungenabschnitten) weiße Läsionen/Kavernen. Die endgültige Diagnose wird gestellt, wenn im Sputum (Auswurf), das der Patient morgens auf nüchternen Magen abgibt, säurefeste Stäbchen (AFB) unter dem Mikroskop nachgewiesen oder in einer Kultur angezüchtet werden.
PPD-Hauttest (Tuberkulin-Test): Dabei handelt es sich um eine Spritze in den Arm, die anzeigt, ob man mit dem Erreger in Kontakt gekommen ist, aber nicht unterscheidet, ob die Krankheit aktiv oder latent ist.
In der Türkei ist die Behandlung eines mit Tuberkulose diagnostizierten Patienten (in den Tuberkulose-Dispensarien) KOSTENLOS.
Da der Tuberkulose-Erreger über einen sehr widerstandsfähigen Schutzpanzer verfügt, stirbt er nicht durch ein einziges Antibiotikum. Der Patient erhält gleichzeitig 4 verschiedene starke Antibiotika (Isoniazid, Rifampicin, Pyrazinamid, Ethambutol).
Die goldene Regel (DOT): Die Behandlung muss MINDESTENS 6 MONATE dauern. Auch wenn der Patient die Medikamente 1 Monat lang einnimmt und sich sehr gut (geheilt) fühlt, darf er die Medikamente NIEMALS absetzen. Setzt er sie zu früh ab, verändert der Erreger seine Form (Resistente TB), verwandelt sich in ein unbesiegbares Monster und die Behandlungsdauer verlängert sich auf 2 Jahre. Wenn ein Patient die Medikamente 2 Wochen lang regelmäßig einnimmt, erlischt seine „Ansteckungsfähigkeit“ vollständig und er gefährdet seine Angehörigen nicht mehr.
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