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Çakırtepe Hastanesi
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Tularämie

Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden.

Allgemeine Informationen über Tularämie

Die Tularämie ist eine sehr schwere, zoonotische Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Francisella tularensis verursacht wird und in der Regel durch den Kontakt mit infizierten Hasen, Nagetieren oder durch Zeckenbisse auf den Menschen übertragen wird. Je nach Eintrittspforte kann sie Hautgeschwüre, massive Lymphknotenschwellungen oder das klinische Bild einer atypischen Lungenentzündung (Pneumonie) hervorrufen. In unserer Klinik für Infektionskrankheiten wird sie durch Bluttests und Kulturen diagnostiziert und mit hochdosierten, spezifischen Antibiotika erfolgreich behandelt.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was ist Tularämie (Hasenpest/Jägerkrankheit)?

Es ist eine gefährliche Infektionskrankheit (Zoonose), die durch ein sehr widerstandsfähiges Bakterium namens Francisella tularensis verursacht wird. Sie wird von Tieren auf den Menschen übertragen und äußert sich durch plötzliches Fieber sowie die Beteiligung verschiedener Organe.

Wie wird sie auf den Menschen übertragen?

In der Natur kommt dieses Bakterium am häufigsten in Wildkaninchen, Hasen, Nagetieren und Zecken vor. Die Übertragung erfolgt durch den direkten Kontakt der bloßen Hände mit dem Fleisch oder Blut eines infizierten Tieres (häufig bei Jägern/Metzgern), durch den Biss einer Zecke oder Fliege oder durch das Trinken von mit dem Bakterium kontaminiertem Brunnenwasser.

Was ist der häufigste Typ?

Dringt das Bakterium über einen kleinen Kratzer in die Haut ein (dies ist die häufigste Form), bildet es an der Eintrittsstelle ein schmerzloses Geschwür (Ulkus) mit schwarzem Schorf. Anschließend schwellen die regionären Lymphknoten am Hals oder in den Achselhöhlen eigroß an, röten sich und schmerzen extrem (glanduläre Beteiligung).

Ist sie von Mensch zu Mensch übertragbar?

Nein, eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet definitiv nicht statt. Die Krankheit wird immer von Tieren, aus der Umwelt oder durch Zecken-/Insektenvektoren auf den Menschen übertragen.

Wie wird sie diagnostiziert?

Die Vorgeschichte des Patienten (Jagen, Aufenthalt in der Natur, Zeckenbiss) spielt eine Schlüsselrolle bei der Diagnose. Flüssigkeit, die aus einem geschwollenen Lymphknoten oder einem Wundabstrich gewonnen wurde, wird in einer Kultur untersucht. Die endgültige Diagnose wird durch den Nachweis von Tularämie-Antikörpern im Blut (Serologie) gestellt.

Wie erfolgt die Behandlung?

Die Krankheit ist resistent gegen gewöhnliche Penicillin-Antibiotika. Ein Facharzt für Infektionskrankheiten verordnet spezielle Antibiotika (wie Streptomycin, Gentamicin, Doxycyclin etc.). Wird die medikamentöse Therapie frühzeitig (bevor die Lymphknoten abszedieren) begonnen, wird innerhalb von 10-14 Tagen eine vollständige Heilung erreicht. Bei Behandlungsverzögerung kann es erforderlich sein, abszedierende Lymphknoten operativ zu entleeren.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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