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Çakırtepe Hastanesi
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Haarzellleukämie

Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden.

Allgemeine Informationen über die Haarzellleukämie

Die Haarzellleukämie ist eine seltene, indolente (langsam fortschreitende) Form von Blutkrebs, die durch eine bösartige Wucherung von B-Lymphozyten im Knochenmark gekennzeichnet ist, deren Zytoplasma unter dem Mikroskop feine, haarähnliche Ausläufer aufweist. Sie geht mit einer Vergrößerung der Milz (Splenomegalie) und starker Erschöpfung einher. In unserer hämatologischen Abteilung wird durch zielgerichtete Chemotherapeutika und biologische Therapien in der überwiegenden Zahl der Fälle eine lang anhaltende Remission (Heilung) erreicht.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was ist eine Haarzellleukämie?

Es handelt sich um eine sehr seltene und langsam verlaufende (chronische) Art von Leukämie (Blutkrebs), bei der B-Lymphozyten (eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen des Immunsystems) entarten und sich unkontrolliert vermehren.

Warum wird sie als 'Haarzell'-Leukämie bezeichnet?

Wenn Blut oder Knochenmark des Patienten unter dem Mikroskop untersucht wird, erkennt man auf der Zelloberfläche dieser Krebszellen feine, ausgefranste, haarähnliche zytoplasmatische Ausläufer (Projektionen). Der Name der Krankheit leitet sich von diesem optischen Merkmal ab.

Was sind die Symptome?

Da die Krebszellen das Knochenmark infiltrieren, kann kein gesundes Blut mehr produziert werden (Panzytopenie). Dies führt beim Patienten zu extremer Erschöpfung (Anämie/Blutarmut), einer Neigung zu Blutergüssen und Blutungen (Thrombozytenmangel) sowie zu häufig wiederkehrenden Infektionen. Der typischste körperliche Befund ist eine massive Vergrößerung der Milz (Splenomegalie), da die Krebszellen diese infiltrieren, was zu einem Völlegefühl und Schmerzen im linken Oberbauch führt.

Ist sie sehr gefährlich und tödlich?

Nein. Obwohl das Wort „Leukämie“ beängstigend klingt, ist die Haarzellleukämie eine sehr langsam fortschreitende (indolente), fast gutartige Form von Krebs und weist eine der erfolgreichsten Behandlungsraten in der Geschichte der Medizin auf.

Wie wird sie diagnostiziert?

Ein komplettes Blutbild, das einen Mangel an weißen Blutkörperchen, roten Blutkörperchen und Blutplättchen (Panzytopenie) zeigt, liefert den ersten Hinweis. Die endgültige Diagnose wird durch eine Knochenmarkbiopsie (Entnahme aus dem Beckenknochen) und eine Durchflusszytometrie (FACS) gesichert, bei der die spezifischen „haarigen“ B-Zellen nachgewiesen werden.

Wie sehen die Behandlung (Chemotherapie) und die Erfolgsquote aus?

Die Krankheit wird meist mit einem spezifischen, als Einzelzyklus verabreichten Chemotherapeutikum (Cladribin oder Pentostatin) behandelt, das über 5 bis 7 Tage intravenös oder subkutan verabreicht wird. Mit dieser einmaligen Behandlung wird die Krankheit bei über 90 % der Patienten vollständig zurückgedrängt (komplette Remission), und die Patienten können über Jahre hinweg (manchmal lebenslang) bei völliger Gesundheit und ohne Rückfall ihr Leben weiterführen.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


In diesem Bereich finden Sie alle Informationen zu Ihrer Behandlung und Ihrem Krankenhausaufenthalt.

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