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Çakırtepe Hastanesi
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Magengeschwür (Ulcus pepticum)

Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden.

Allgemeine Informationen über Magengeschwüre

Ein Ulcus pepticum (Magengeschwür) bezeichnet tiefe, kraterförmige Wunden, die entstehen, wenn die schützende Schleimhaut (Mukosa) auf der Innenseite des Magens oder des Zwölffingerdarms (Duodenum) durch aggressive Magensäure zerstört wird. Eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori ist die häufigste Ursache. In unserer Klinik wird es mittels Endoskopie diagnostiziert und mit säureblockierenden sowie bakterienabtötenden Medikamenten erfolgreich behandelt.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was ist ein Magengeschwür?

Es handelt sich um offene, oft mehr als einen halben Zentimeter große und in die Tiefe gehende Wunden in der inneren Auskleidung (Schleimhaut) des Magens oder des Zwölffingerdarms (Duodenum), die durch Säure und Bakterien verursacht werden. (Eine Gastritis ist eine oberflächliche Rötung der Schleimhaut, ein Geschwür hingegen ein tiefer Krater).

Was sind die Ursachen?

Entgegen dem weit verbreiteten Glauben verursachen scharfes Essen, säurehaltige Getränke oder reiner Stress allein kein Geschwür. Weltweit gibt es zwei Hauptursachen für die Entstehung von Geschwüren:
1. Helicobacter pylori (H. Pylori): Ein Bakterium, das im stark sauren Milieu des Magens überlebt und die schützende Schleimschicht durchbohrt.
2. NSAR (Nichtsteroidale Antirheumatika): Die häufige Einnahme von Schmerz- und Rheumamitteln wie Aspirin, Ibuprofen oder Naproxen, insbesondere auf nüchternen Magen, zerstört die schützenden Substanzen der Magenschleimhaut.

Was ist der Unterschied zwischen Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren? (Wann beginnt der Schmerz?)

Beim Magengeschwür (Ulcus ventriculi): Da der Magen unmittelbar nach dem Essen Säure absondert, nehmen Schmerzen und Völlegefühl kurz nach der Nahrungsaufnahme zu; daher fürchtet sich der Patient vor dem Essen (was zu Gewichtsverlust führt).
Beim Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni): Der Schmerz verschlimmert sich meist 2-3 Stunden nach dem Essen oder tritt mitten in der Nacht bei leerem Magen (Nüchternschmerz) auf. Wenn der Patient etwas isst (z. B. Milch trinkt oder Brot isst), puffert die Nahrung die Säure ab und der Schmerz lässt vorübergehend nach.

Was sind die gefährlichen Folgen eines Geschwürs (Blutung und Durchbruch)?

Dringt das Geschwür tiefer ein und trifft auf ein Blutgefäß, kommt es zu einer Magenblutung (der Patient erbricht kaffeesatzartiges Blut oder setzt schwarzen, teerartigen, übelriechenden Stuhl ab). Frisst sich das Geschwür durch die gesamte Magenwand hindurch, spricht man von einem Magendurchbruch (Perforation); Magensäure und Nahrungsreste ergießen sich in die sterile Bauchhöhle. Der Patient wird mit einem brettharten, stark schmerzenden Bauch in die Notaufnahme gebracht und muss sofort als Notfall operiert werden.

Wie wird es diagnostiziert?

Der Goldstandard in der Diagnostik ist die Endoskopie (Gastroskopie oder Magenspiegelung), die unter einer leichten Dämmerschlafnarkose (Sedierung) mit einem flexiblen Schlauch durch den Mund durchgeführt wird. Der Arzt sieht den genauen Ort des Geschwürs, erkennt, ob es blutet, und entnimmt Biopsien aus den Rändern der Wunde, um Krebs auszuschließen (und gleichzeitig das Bakterium H. pylori nachzuweisen).

Wie wird es behandelt? Ist eine Diät wichtig?

Ist das Bakterium H. pylori die Ursache, wird eine spezielle 14-tägige Antibiotika-Kur (Eradikationstherapie) verordnet. Wurde das Geschwür durch Schmerzmittel ausgelöst, müssen diese abgesetzt werden. In jedem Fall werden Protonenpumpenhemmer (Säureblocker/Magenschutzmittel - PPI) für 4-8 Wochen eingesetzt, um die Magensäure vollständig zu hemmen, sodass das Geschwür von selbst abheilen kann. Während der Behandlung wird eine magenschonende Diät empfohlen, bei der säurehaltige Lebensmittel, stark gewürzte Speisen, Kaffee und Alkohol streng gemieden werden. Mit diesen Therapien heilen Geschwüre in der Regel zu 100 % ab.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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