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Çakırtepe Hastanesi
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Harnleiterstein (Ureterstein)

Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden.

Allgemeine Informationen über Harnleitersteine

Ein Harnleiterstein (Ureterstein) entsteht, wenn mineralische Kristalle (Steine), die sich in der Niere gebildet haben, in den Harnleiter (Ureter) – den engen muskuloskelettalen Schlauch, der den Urin zur Blase transportiert – abrutschen und dort eine Blockade verursachen. Diese Verstopfung führt zu extrem starken, krampfartigen (kolikartigen) Schmerzen, die typischerweise in die Leistengegend ausstrahlen. In unserer urologischen Klinik werden diese Steine sicher und effektiv entfernt, je nach Größe und Lage des Steins entweder durch nicht-invasive Stoßwellenlithotripsie (ESWL) oder durch minimal-invasive endoskopische Laserverfahren (URS).

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was ist ein Harnleiterstein?

Er entsteht, wenn harte Steine, die durch die Kristallisation von beim Filtern des Urins in der Niere angesammelten Mineralien gebildet wurden, die Niere verlassen, in den sehr engen und dünnen Schlauch (Harnleiter), der zur Harnblase führt, abrutschen und dort stecken bleiben.

Warum sind die Schmerzen so unerträglich stark?

Der Durchmesser des Harnleiters beträgt nur wenige Millimeter. Verstopft der Stein diese Engstelle, staut sich der Urin zurück in die Niere. Die Niere beginnt anzuschwellen (Hydronephrose) und die Nierenkapsel wird gedehnt. Diese plötzliche Dehnung reizt die Nerven in der Kapsel und löst einen messerstichartigen, vernichtenden Schmerz aus, der als 'Nierenkolik' bezeichnet wird. Dieser Schmerz wird von weiblichen Patientinnen oft als noch schlimmer als Wehenschmerzen beschrieben.

Was sind die Symptome?

Das deutlichste Symptom ist ein wellenartiger, krampfhafter Schmerz, der in der rechten oder linken Flanke (Lende) beginnt und nach unten in die Leistengegend und die Fortpflanzungsorgane (bei Männern in die Hoden) ausstrahlt. Da die Dehnung der Niere auch das vegetative Nervensystem reizt, wird der Schmerz häufig von starker Übelkeit, Erbrechen, ständigem Harndrang und Blut im Urin (Hämaturie) begleitet.

Wird der Stein von alleine abgehen?

Ist der Stein kleiner als 5-6 Millimeter (0,5 cm), besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass er innerhalb von 1-2 Wochen von selbst abgeht. Dies kann durch reichliches Trinken (Wasser), körperliche Bewegung und die Einnahme bestimmter prostatagängiger Medikamente (Alpha-Blocker), die den Kanal weiten, unterstützt werden. Steine, die größer als 7-8 mm sind, bleiben jedoch in der Regel im Harnleiter stecken und bedürfen einer medizinischen Intervention.

Wie wird er diagnostiziert?

Der Goldstandard für die Diagnose in der Notaufnahme oder in der Ambulanz ist die Computertomographie (Nativ-CT) des Abdomens (ohne Kontrastmittel). Die CT zeigt mit 100%iger Genauigkeit, an welcher Stelle der Stein festsitzt, wie viele Millimeter groß er ist, wie stark er die Niere aufgestaut hat (Hydronephrose) und wie hoch die Dichte/Härte (Hounsfield-Einheiten) des Steins ist.

Wie wird er behandelt (URS / Laser)?

Wenn der Stein nicht von alleine abgeht, ist ein Eingriff zwingend erforderlich, da sonst die Gefahr besteht, dass die Niere geschädigt wird (Funktionsverlust) oder eine lebensbedrohliche Infektion (Urosepsis) entsteht.
URS (Ureteroskopie): Dies ist heutzutage die am häufigsten durchgeführte minimal-invasive Operationsmethode. Der Patient wird narkotisiert, es erfolgen keinerlei Schnitte am Körper. Der Arzt führt eine ultradünne Kamera mit Lichtleiter über den natürlichen Weg durch die Harnröhre bis in den Harnleiter ein, um direkt zum Stein zu gelangen. Der Stein wird dort mittels eines Holmium-Lasers in sandkorngroße Stücke pulverisiert und die größeren Fragmente werden mit speziellen Körbchen (Drahtkörbchen) entfernt. Der Patient kann in der Regel noch am selben Tag steinfrei und schmerzfrei nach Hause entlassen werden.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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