Allgemeine Informationen zur Uveitis
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist die Entzündung der Uvea (die auch die Iris, den farbigen Teil des Auges, umfasst), der gefäßreichsten mittleren Schicht, die das Innere des Auges mit Blut versorgt, verursacht durch einen Angriff des Immunsystems oder durch Mikroben.
Bei einer Bindehautentzündung ist das Auge ebenfalls gerötet, aber es treten nur Tränenfluss, Verkrustungen und Juckreiz auf. Bei der Uveitis (da sie viel tiefer liegt) gibt es keine Verkrustungen, das Innere des Augapfels schmerzt/pocht, die Sehkraft verschwimmt deutlich, der Patient KANN DAS LICHT NICHT ERTRAGEN (Photophobie) und sieht schwebende schwarze Punkte/Spinnweben im Auge.
In etwa 40-50 % der Fälle sind systemische autoimmune (rheumatische) Erkrankungen die zugrunde liegende Ursache. Insbesondere Morbus Behçet (der Aphthen im Mund verursacht), Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew), rheumatoide Arthritis und Sarkoidose greifen bei systemischen Schüben häufig die Uvea-Schicht des Auges an. Darüber hinaus können auch Infektionen wie Toxoplasmose, Tuberkulose oder Herpesviren (HSV) eine Uveitis verursachen.
Ja, sie ist weltweit eine der Hauptursachen für Erblindung. Wenn Uveitis-Schübe unbehandelt bleiben oder häufig wiederkehren, blockieren die Entzündungsproteine im Auge die Abflusskanäle und verursachen ein Glaukom (Grüner Star), trüben die Linse und führen zu einem frühen Katarakt (Grauer Star) oder verursachen Flüssigkeitsansammlungen in der Makula (Makulaödem), was zu einem dauerhaften Sehverlust führt.
Die Diagnose wird sofort gestellt, wenn der Augenarzt mit dem Biomikroskop in die vordere Augenkammer blickt und dort Entzündungszellen (wie Staub/Schneeflocken) schwimmen sieht, die dort nicht sein sollten, zusammen mit angesammelten Proteinen (Flare). Bei der hinteren Uveitis werden eine OCT und eine Augenangiographie durchgeführt.
Die Uveitis ist ein NOTFALL und die Behandlung ist sehr aggressiv.
Augentropfen: Zur Schmerzlinderung und um zu verhindern, dass die Iris an der Augenlinse verklebt, werden pupillenerweiternde (zykloplegische) Tropfen verabreicht. Um die Entzündung zu bekämpfen, wird mit starken kortisonhaltigen Augentropfen begonnen (die stündlich eingetropft werden).
Systemische Therapie: Wenn Tropfen nicht ausreichen oder die Krankheit rheumatischen Ursprungs ist, wird die Krankheit durch hochdosiertes Kortison (oral/intravenös) und immunsuppressive Tabletten vollständig ruhiggestellt.
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