Allgemeine Informationen zum Nachtschreck
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine Schlafstörung (Parasomnie), die besonders bei Kindern zwischen 3 und 8 Jahren (und manchmal bei Erwachsenen) beobachtet wird, bei der man in der tiefsten Schlafphase plötzlich in Panik schreiend und weinend aufwacht, das Bewusstsein aber eigentlich nicht vollständig wach ist.
Albträume sind Situationen, die in der REM-Phase (Traumphase) auftreten und an die man sich morgens oder nachts beim Aufwachen erinnert. Der Nachtschreck hingegen tritt in den ersten 2-3 Stunden des Schlafs auf (Non-REM); das Kind träumt nicht und wenn es morgens aufwacht, ERINNERT ES SICH ABSOLUT NICHT DARAN, dass es in der Nacht geschrien oder geweint hat.
Das Kind setzt sich plötzlich im Bett auf, seine Augen sind weit geöffnet, aber es schaut einen nicht an (es starrt ins Leere). Sein Herz schlägt sehr schnell, es schwitzt, schlägt um sich, und wenn man versucht, es festzuhalten oder zu beruhigen, kann es noch aggressiver werden und einen schlagen.
Extreme Erschöpfung des Kindes während des Tages (Schlafmangel), die Geburt eines neuen Geschwisterchens, Schulstress, fieberhafte Erkrankungen, Schlafapnoe durch vergrößerte Polypen oder genetische Veranlagung (Nachtschreck in der Familienanamnese) stören den Schlafzyklus und lösen diese Anfälle aus.
Die wichtigste Regel: VERSUCHEN SIE NICHT, DAS KIND GEWALTSAM AUFZUWECKEN! Es zu schütteln, ihm Wasser ins Gesicht zu spritzen oder es anzuschreien, wird ihm nur noch mehr Angst machen. Entfernen Sie gefährliche Gegenstände in der Nähe des Kindes (an die es stoßen und fallen könnte), warten Sie ruhig neben ihm; der Anfall endet von selbst in 5-10 Minuten, und das Kind fällt wieder in einen tiefen Schlaf.
Der Nachtschreck deutet normalerweise nicht auf eine körperliche oder neurologische Hirnschädigung hin und verschwindet von selbst, wenn das Kind älter wird. Tritt er jedoch sehr häufig auf (mehrmals pro Woche), wird das Kind von einem Kinderpsychiater oder Schlafspezialisten untersucht. Die Festlegung regelmäßiger Schlafenszeiten und die Wiedereinführung des Tagschlafs (Nickerchen) ist die effektivste Lösung.
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