Allgemeine Informationen zu Vitiligo
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung der Haut, bei der die Haut ihre eigene Farbe verliert und sich in milchig-weiße Flecken (Patches) verwandelt, da die Zellen, die das Farbpigment in der Haut produzieren (Melanozyten), absterben oder ihre Arbeit einstellen.
Absolut nicht. Da Vitiligo nicht durch eine Infektion (Mikrobe) verursacht wird, ist es nicht durch Kontakt übertragbar. Es ist kein Hautkrebs und schadet den inneren Organen in keiner Weise. Es ist ausschließlich eine Immunreaktion der Haut.
Bei Menschen mit einer genetischen Veranlagung (in deren Familie es vorkommt) greift das Immunsystem fälschlicherweise die eigenen Farbzellen an. Schwere psychische Traumata, intensiver Stress und schwere Sonnenbrände sind die größten Auslöser, die diese Krankheit plötzlich ausbrechen lassen.
Ja. Melanin, das der Haut ihre Farbe verleiht, ist gleichzeitig ein Schutzschild, der die Haut vor den schädlichen (UV-)Strahlen der Sonne schützt. Da es an diesen weißen Stellen bei Vitiligo keinen Schutz gibt, bekommt die Haut in der Sonne sofort Blasen und verbrennt. Daher ist die tägliche Verwendung von Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 (SPF) zwingend erforderlich.
Der Dermatologe stellt die Diagnose, indem er die Flecken klinisch betrachtet. In unsicheren Fällen wird in einem dunklen Raum das Wood-Licht auf die Haut gerichtet; Vitiligo-Flecken beweisen sich, indem sie unter diesem Licht hell leuchtend (elfenbeinweiß) reflektieren.
Obwohl man früher dachte, es gäbe keine Heilung, gibt es heute erfolgreiche Behandlungen. Im Frühstadium können kortison- oder tacrolimushaltige Salben, die das Immunsystem regulieren, die Hautfarbe zurückbringen. In hartnäckigen Fällen wird eine Phototherapie (Schmalband-UVB-Lichttherapie) angewendet. In den letzten Jahren zugelassene JAK-Inhibitor-Cremes (Ruxolitinib) haben die Behandlung von Vitiligo revolutioniert.
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