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Çakırtepe Hastanesi
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Morbus Whipple

Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden.

Allgemeine Informationen zu Morbus Whipple

Morbus Whipple ist eine seltene und systemische Infektion, die durch das Bakterium Tropheryma whipplei verursacht wird und vor allem den Dünndarm befällt und zu Resorptionsstörungen führt. Er ist durch chronischen Durchfall und Gewichtsverlust gekennzeichnet. In unserer Gastroenterologie-Klinik wird er durch eine endoskopische Biopsie diagnostiziert und durch eine langfristige spezifische Antibiotikatherapie geheilt.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was ist Morbus Whipple?

Es handelt sich um eine systemische und fortschreitende Infektionskrankheit, bei der ein seltenes Bakterium namens Tropheryma whipplei in das Verdauungssystem (insbesondere den Dünndarm) und andere Organe des Körpers eindringt und die Nährstoffaufnahme stoppt.

Wie stört es den Darm?

Das Bakterium nistet sich an der Innenwand des Dünndarms ein und führt dazu, dass sich dort Zellen des Immunsystems (Makrophagen) ansammeln. Dieser Zustand führt dazu, dass der Darm dicker wird und keine Nahrung, Fette und Vitamine mehr in das Blut aufnehmen kann (Malabsorption).

Was sind die Symptome?

Die Krankheit beginnt oft schon Jahre vor den Magen-Darm-Problemen mit wandernden Gelenkschmerzen. Wenn das Bakterium den Darm befällt, treten chronischer wässriger/fettiger Durchfall, krampfartige Bauchschmerzen, starker Appetitverlust, Schwäche und schwerer Gewichtsverlust sowie eine Dunkelfärbung der Haut (Pigmentierung) auf, da die aufgenommene Nahrung nicht resorbiert werden kann.

Wirkt es sich unbehandelt auf das Gehirn aus?

Ja. Wenn sie nicht frühzeitig diagnostiziert wird, vermischt sich die Krankheit mit dem Blut und breitet sich auf die Herzklappen (Endokarditis) und das zentrale Nervensystem aus. Wenn sie das Gehirn befällt, kann sie zu Demenz, rhythmischen Krämpfen in der Gesichts-/Augenmuskulatur, Gedächtnisverlust und zum Tod führen.

Wie wird sie diagnostiziert?

Ein Gastroenterologe geht mit einer oberen Endoskopie (Gastroskopie) in den Dünndarm (Zwölffingerdarm) und entnimmt eine Gewebeprobe (Biopsie). Die endgültige Diagnose wird durch den Nachweis der Bakterien in den Makrophagen gestellt, nachdem diese Gewebeprobe in der Pathologie mit einem speziellen Farbstoff (PAS-Färbung) angefärbt wurde.

Wie sieht die Behandlung aus? (Warum dauert sie so lange?)

Diese potenziell tödliche Krankheit ist mit dem richtigen Antibiotikum zu 100 % behandelbar. Da das Bakterium jedoch sehr widerstandsfähig ist und sich im Gehirn verstecken kann, MUSS die Antibiotikabehandlung, die intravenös begonnen wird und dann oral (Tabletten) fortgesetzt wird, ununterbrochen 1 BIS 2 JAHRE andauern. Wird das Medikament zu früh abgesetzt, kehrt die Krankheit vom Gehirn zurück.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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