Allgemeine Informationen zum Wilms-Tumor
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um den häufigsten bösartigen (krebsartigen) Nierentumor im Kindesalter, der normalerweise bei Kleinkindern im Alter von 3-4 Jahren auftritt.
In den meisten Fällen lässt sich keine definitive Ursache finden, es ist jedoch bekannt, dass er auf einen Fehler in der embryologischen Entwicklung (im Mutterleib) zurückzuführen ist. Er entsteht, wenn sich die Stammzellen, die im Mutterleib zu einer Niere werden sollen, abnormal vergrößern und einen Tumor bilden, anstatt eine Niere zu werden.
Das häufigste erste Symptom, das die Familie zum Arzt führt, ist eine tastbare, meist schmerzlose, einseitige harte und große Masse im Bauch des Kindes. Manchmal kann dies von Blut im Urin, unerklärlichem Fieber, Appetitlosigkeit und Bluthochdruck begleitet sein.
Familien oder Ärzte dürfen diese Masse im Bauch des Kindes auf keinen Fall grob anfassen und nicht zu stark darauf drücken. Der Wilms-Tumor ist eine Masse mit dünner Membran; übermäßiger Druck kann dazu führen, dass der Tumor platzt und sich die Krebszellen in der gesamten Bauchhöhle ausbreiten.
Eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums durch den Kinderarzt oder Kinderchirurgen ist der erste Schritt. Eine Computertomographie (CT) oder ein MRT wird durchgeführt, um die Größe des Tumors, die andere Niere und die Ausbreitung (Lungenmetastasen) zu sehen. Um eine Ausbreitung des Krebses zu verhindern, wird vor dem Eingriff in der Regel keine Biopsie durchgeführt (er wird nach der operativen Entfernung untersucht).
Der Wilms-Tumor ist eine der größten Erfolgsgeschichten der modernen Onkologie, und die Heilungsrate liegt bei über 90 %. Abhängig von der Größe des Tumors wird manchmal zunächst eine Chemotherapie verabreicht, um den Tumor zu verkleinern, und dann wird die krebsbefallene Niere von der Kinderchirurgie vollständig entfernt (Nephrektomie). Die verbleibende gesunde andere Niere reicht für das Kind völlig aus, um ein normales und langes Leben zu führen.
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