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Çakırtepe Hastanesi
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Morbus Wilson

Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden.

Allgemeine Informationen über Morbus Wilson

Morbus Wilson ist das Unvermögen der Leber, Kupfer aufgrund einer Mutation im ATP7B-Gen auszuscheiden, was zur Ansammlung von Kupfer in toxischen Mengen in Gehirn, Leber und Hornhaut führt. Dies verursacht Leberzirrhose und Tremor. In unseren Ambulanzen für Gastroenterologie und Neurologie wird es mit Chelatbildnern behandelt, die Kupfer binden und ausscheiden.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was ist Morbus Wilson?

Es handelt sich um eine Erbkrankheit, bei der ein defektes Gen, das für die Verarbeitung und Ausscheidung des aus der Nahrung aufgenommenen Minerals „Kupfer“ verantwortlich ist, dazu führt, dass sich Kupfer in toxischen Mengen im Körper (insbesondere in Leber und Gehirn) ansammelt und schließlich zum Organversagen führt.

Wie schädigt Kupfer die Organe?

Überschüssiges Kupfer lagert sich zunächst in der Leber ab, wo es im Laufe der Jahre Zellen abtötet und Zirrhose verursacht. Ist die Leber gesättigt, gelangt das überschüssige Kupfer in den Blutkreislauf und wandert in das Bewegungszentrum des Gehirns (Basalganglien), wo es Hirngewebe zerstört und psychiatrische sowie neurologische Probleme verursacht.

Was sind die Symptome?

Die Krankheit manifestiert sich typischerweise im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter mit zwei unterschiedlichen klinischen Gesichtern:
Hepatische Symptome: Gelbsucht, Flüssigkeitsansammlung im Bauch (Aszites), Erbrechen, chronische Müdigkeit.
Neurologische Symptome: Starkes Zittern der Hände (Tremor), Sprachstörungen, Schluckbeschwerden, plötzlicher Leistungsabfall in der Schule und psychische Instabilität/Depression.

Was ist der Kayser-Fleischer-(KF)-Ring im Auge?

Es ist das typischste, sichtbare Zeichen der Krankheit. Er entsteht, wenn sich überschüssiges, durch das Blut transportiertes Kupfer um die Hornhaut zwischen dem farbigen Teil des Auges (Iris) und dem weißen Teil ablagert und einen rostigen, goldbraunen oder grünlichen Ring bildet. Ein Augenarzt stellt diesen Ring bei fast allen Patienten mit neurologischen Symptomen fest.

Wie wird es diagnostiziert?

Sehr niedrige Blutspiegel des kupfertragenden Proteins „Coeruloplasmin“ und extrem hohe Kupfermengen im 24-Stunden-Sammelurin stützen die Diagnose. Die Augen werden auf KF-Ringe untersucht. Für eine endgültige Diagnose werden eine Leberbiopsie und eine ATP7B-Genmutationsanalyse (DNA-Test) durchgeführt.

Wie wird es behandelt?

Bei frühzeitiger Diagnose ist die Behandlung sehr erfolgreich. Dem Patienten werden lebenslang 'Chelatbildner' (D-Penicillamin etc.), die das im Körper angesammelte Kupfer binden und über den Urin ausscheiden, sowie Zinktabletten verschrieben, die die Aufnahme von neuem Kupfer aus dem Darm blockieren. Wenn die Leber vollständig versagt hat (Zirrhosestadium), ist die einzige definitive Lösung eine Lebertransplantation.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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